Thomas Stamm setzte auf zwei Spitzen, brachte neben Christoph Daferner auch erstmals Vincent Vermeij von Beginn an. Die Heimfans zeigten eine gigantische Choreo, das Spiel lief keine 15 Sekunden, da stand es schon 0:1. Artem Stepanov ging auf rechts durch, legte diagonal in den Rückraum, wo Rafael Lubach per Direktabnahme den Ball im Eck unterbrachte – Lennart Grill flog vergeblich.
Spielunterbrechung und viel Leerlauf
Kurz darauf war die Partie für einige Minuten unterbrochen, die Rauchschwaden aus dem K-Block waren nach massivem Einsatz von Pyrotechnik zu stark über den Rasen gezogen. Die Partie war zerfahren, es gab kaum Torraumszenen. Besonders Dynamos Offensivspiel wirkte uninspiriert, die SGD versuchte es fast nur mit hohen Bällen auf die beiden Leuchttürme im Sturmzentrum. Erfolglos.
Kother gleicht in der Nachspielzeit aus
Auf der anderen Seite hätte Mohamed Zoma beinahe per Traumtor erhöht, doch nach Flanke von Tim Janisch parierte Grill den Fallrückzieher des Nürnbergers stark (31. Minute). Die Partie trudelte der Pause entgegen, als Dominik Kother doch noch für ein Highlight sorgte. Ein Flachschuss des Dresdners schlug flach neben dem Pfosten ein – 1:1. Es war der erste Schuss auf das Tor von FCN-Keeper Jan Reichert, der keine Chance hatte. Ausgeglichen ging es dann in die Kabine.
Dynamo verschläft auch Start in die zweite Halbzeit
Und aus der kam der Gast wieder besser und bestrafte die luftige Abwehrleistung der Dresdner. Justin Justvan sah am langen Pfosten den alleinstehenden Janisch, der den chancenlosen Grill überwand – keine fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt.
Dynamo spielte nach vorne pomadig, Nürnberg machte es clever. Und hatte gute Chancen, den Deckel auf die Partie zu machen. Nils Fröling hatte auf der anderen Seite die beste Gelegenheit, traf aber im Fallen aus wenigen Metern das Tor nicht (71. Minute). Mit der letzten Aktion der Partie scheiterte Konrad Faber am Schlussmann der Gäste.
Im Stadion waren Pfiffe zu vernehmen, die Situation für die SGD und Thomas Stamm bleibt angespannt. In zwei Wochen spielt Dynamo in Bochum, bevor dann gegen Fortuna Düsseldorf der nächste Anlauf für den Heimdreier genommen werden kann.