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Rechtzeitig zum Urnengang: Die Stars and Stripes dürfen nicht fehlen (Garfield, 4.11.2025)

Am Dienstag gab es in den USA die ersten relevanten Wahlen seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus. In Virginia und New Jersey ging es um die Gouverneursposten. Zwar hatte Trump beide Staaten bei der Wahl im vergangenen Herbst verloren. Doch es deuten sich Verschiebungen nach rechts an. Besonders gefährdet sind die Demokraten in New Jersey, wo die Gewerkschaften ansonsten sehr stark sind. Beide Abstimmungen, die einzigen Gouverneurswahlen in diesem Jahr, gelten als wichtiger Test für den Rückhalt Trumps.

In New York City hat der demokratische Sozialist Zohran Mamdani laut Umfragen die besten Chancen auf einen Sieg in der Bürgermeisterwahl. Seine auf die Senkung der Lebenshaltungskosten fokussierte Kampagne, die besonders junge Menschen anspricht, erregte auch international Aufmerksamkeit. Trump hingegen unterstützt Exgouverneur Andrew Cuomo und schrieb am Montag abend online: »Ob Sie Andrew Cuomo persönlich mögen oder nicht, Sie haben wirklich keine Wahl. Sie müssen für ihn stimmen und hoffen, dass er einen phantastischen Job macht. Er ist dazu in der Lage, Mamdani nicht!«

In Pennsylvania entscheiden die Wähler, ob drei von den Demokraten unterstützte Richter des Obersten Gerichtshofs eine weitere Amtszeit erhalten. Das Ergebnis könnte die Mehrheitsverhältnisse schon bei den 2026 bevorstehenden Zwischenwahlen beeinflussen. Denn Pennsylvania zählt zu den »Swing States«, in denen die Mehrheiten für Demokraten und Republikaner knapp sind. Durch eine Neuziehung der Wahlbezirke ließe sich die Ausgangslage zugunsten der einen oder anderen Partei verändern.

Genau das versuchen die Demokraten in Kalifornien. Dort steht eine Abstimmung über die Neuaufteilung der Wahlbezirke an. Gouverneur Gavin Newsom, möglicher Präsidentschaftskandidat 2028, führt eine Initiative an, die den Demokraten bis zu fünf zusätzliche Sitze im Repräsentantenhaus verschaffen könnte, nachdem die Republikaner unter anderem in Texas genauso verfahren haben. Damit die Änderungen 2026 wirksam werden, müssen die Wähler der als »Proposition 50« bekannten Ja-oder-nein-Abstimmung zustimmen.