
AUDIO: Zverev vor Start in die ATP Finals (1 Min)
Stand: 09.11.2025 10:42 Uhr
Alexander Zverev trifft in der Gruppenphase der heute beginnenden ATP Finals in Turin auf Titelverteidiger und Topfavorit Jannik Sinner. Der beste deutsche Tennisspieler hatte zuletzt mit großen körperlichen Probleme zu kämpfen.
Für den Hamburger steht dabei beim Turnier in der italienischen Stadt schon am Auftakttag ein ganz entscheidendens Duell auf dem Programm. Der Olympiasieger von 2021 trifft heute im zweiten Match der Abend-Session (nicht vor 20.30 Uhr) auf den US-Amerikaner Ben Shelton.
Bei einer Niederlage würde es im Kampf um den zum Halbfinal-Einzug nötigen zweiten Platz in der Vierergruppe mit Topfavorit und Lokalmatador Sinner äußerst schwer werden. Zverevs dritter Gegner in der „Björn Borg Group“ ist der Kanadier Félix Auger-Aliassime.
Djokovic sagt Turnier-Teilnahme ab
Zverev entging durch die Gruppenauslosung zunächst Duellen mit US-Open-Champion Carlos Alcaraz (Spanien) und seinem Angstgegner Taylor Fritz (USA). Der Australier Alex de Minaur komplettiert die andere Gruppe. Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic (Serbien) hat seine Teilnahme an ATP Finals wegen einer Schulterverletzung abgesagt. Für ihn rückt der Italiener Lorenzo Musetti nach.
Der Hamburger, der das Turnier 2018 und 2021 gewinnen konnte, war im Vorjahr im Halbfinale ausgeschieden. Die zwei jeweils besten Spieler der zwei Vierergruppen qualifizieren sich für das Semifinale. Das Endspiel steigt am 16. November.
Ungeschlagenem Sieger winken 5 Millionen US-Dollar
Der ungeschlagene Sieger der ATP Finals 2025 kann ein Rekordpreisgeld von 5.071.000 US-Dollar einstreichen. Ingesamt ist das Hartplatzturnier mit 15,5 Millionen Dollar dotiert.
2018 und 2021 hatte Zverev den Showdown der besten Acht gewonnen. Dass er seinen dritten Titel einfährt, erscheint angesichts seiner gesundheitlichen Verfassung und der Dominatoren Sinner und Alcaraz unrealistisch.
„Das letzte Mal, dass ich ein Turnier schmerzfrei gespielt habe, waren die Australian Open.“
Alexander Zverev
Sinner demontiert Zverev in Paris
Im vergangenen Jahr hatte Sinner die ATP Finals ohne Satzverlust gewonnen. Beim jüngsten Masters in Paris triumphierte er ebenfalls und fügte Zverev auf seinem Weg zum Titel eine historische Niederlage zu.
Beim 0:6, 1:6 gegen den Weltranglistenersten wurde der angeschlagene Hamburger regelrecht demontiert. Es war die höchste Niederlage seit elf Jahren für Zverev, der sich neben seinen langwierigen Rückenproblemen in der französischen Hauptstadt mit einem angeschwollenen Knöchel herumquälte. Er habe sich nicht zu „100 Prozent bewegen“ und beim Aufschlag nicht „richtig abdrücken“ können, berichtete der 28-Jährige.
Zverev zur Behandlung in München
Aufgeben gilt aber nicht für den Vielspieler Zverev. Auf dem Weg nach Turin machte die deutsche Nummer eins nun einen Abstecher nach München, um sich dort von demselben Arzt behandeln zu lassen, der ihn nach der schweren Knöchelverletzung 2022 operiert hatte.
Der Plan scheint klar: Zverev will die von Verletzungen geprägte Saison 2025 zu Ende bringen. Komme, was wolle. Nach Turin ist für den Tokio-Olympiasieger die Terminhatz auch noch nicht vorbei. Jüngst hatte der aktuell beste deutsche Tennisprofi seine Zusage für das Davis-Cup-Finale in Bologna ab dem 18. November gegeben.
Bleibt abzuwarten, ob er sein Wort hält, oder besser gesagt halten kann. Zverev hat immer betont, wie gerne er für Deutschland spielt. Sein Körper könnte ihm auf der Zielgeraden dieser Saison aber einen Strich durch die Rechnung machen. Er dürfte auch im Hinterkopf haben, dass die Vorbereitung auf die nächste, kräftezehrenden Saison mit den Australian Open ab dem 12. Januar schon sehr zeitnah ansteht.

Immer wieder haderte Alexander Zverev zuletzt mit seinem Spiel und seinem Körper. Beim „Six Kings Slam“ in Riad trat er trotzdem an.