Sonja Haase aus Schönbach ist Naturfotografin. Jetzt hat sie ein besonderes Naturphänomen für sich entdeckt: Polarlichter. Ihr Lieblingsplatz dafür ist die Lochbergaussicht bei Schönbach. Sie verrät ihre Tipps für tolle Fotos.

Schönbach. Bildergalerien mit spektakulären Fotos von grünen und roten Polarlichtern finden sich derzeit immer wieder in verschiedenen Medien und veranschaulichen ein ungewöhnliches Naturereignis.

In der Hoffnung vor der frostigen Kulisse einer sternenklaren Nacht mit der Kamera Nordlichter einzufangen, hatte auch Sonja Haase aus Schönbach an einem Abend Mitte Oktober gegen 20 Uhr das Stativ für ihre Kamera an ihrem Lieblingsort in die richtige Position gebracht. Wie gewöhnlich orientierte sie sich dabei am Großen Wagen, der ihr zeigt, wo Norden ist. Manuell wählte sie eine Kameraeinstellung von 3700 Kelvin für den Weißabgleich, damit alle Farben wirklichkeitsgetreu dargestellt und nicht von Lichtquellen verfälscht werden. Denn die Polarlichter sieht man in unseren Breitengraden fast nur in Grau, nicht in leuchtenden Farben. Die Kamera macht die Polarlichter sichtbar.

Erfolg trotz schlechter Prognosen

Dann suchte sich die Fotografin einen hellen Stern am Himmel und drehte vorsichtig am Fokusring ihres lichtstarken Weitwinkelobjektivs, bis der Stern so scharf wie möglich auf dem Display der Kamera erschien. Den Zeitauslöser stellte sie auf zwei Sekunden, bevor das geduldige Ausharren begann.