Jakov Barasch hat viel vor. Er sitzt auf einem der Plätze in der Bonner Synagoge und spricht engagiert über die Pläne. Es sind nicht nur seine, sondern auch die von Jana Sokol. Sie sind mit 29 und 27 Jahren einer der jüngsten Synagogenvorstände in Deutschland. Neuen Schwung wollen beide in die rund 900 Mitglieder zählende Gemeinde am Rhein bringen: eine Kita eröffnen, moderner werden, die Jugendarbeit stärken, einen eigenen Rabbiner anstellen – und vor allem eine neue Synagoge mit angeschlossenem Campus bauen. „Wir brauchen ein neues Gebäude oder eine Erweiterung am jetzigen Standort“, hatte Barasch bereits im GA-Interview im August angekündigt.