Das ehemalige Rittergut wurde 1382 erstmalig als „zoe Neuenhaeuen“ mit Vorburg urkundlich erwähnt und befand sich zu diesem Zeitpunkt im Besitz des Reinhold von Eseln, eines Knappen der Herren von Dyck. Im 16. Jahrhundert starb die Linie von Eseln aus, den Besitz übernahmen die von Hundt. Unter ihnen erlangte das Haus Bedeutung als Teil des calvinistisch geprägten „Neuenhovener Quartiers“, eines ersten kirchlichen Gemeindeverbands, der sich aus reformierten Familien der umliegenden Dörfer zusammensetzte. Religiöser Mittelpunkt des „Neuenhovener Quartiers“ war die einige 100 Meter westlich der Burg gelegene Kapelle.