Was kostet ein typisches Einfamilienhaus in Wuppertal? Diese Frage beschäftigt Käufer ebenso wie Verkäufer. Eine Antwort ist schnell gefunden – doch in der Praxis zeigt sich, dass die Realität oft komplexer ist.
Die simple Antwort: Der durchschnittliche Kaufpreis für ein Einfamilienhaus in Wuppertal liegt im Jahr 2025 laut Immoportal bei 2910 Euro pro Quadratmeter.
- Das macht für ein Einfamilienhaus in Wuppertal mit 150 Quadratmetern Wohnfläche 436.500 Euro.
Laut Grundstücksmarktbericht der Stadt Wuppertal stieg der Durchschnittspreis im Jahr 2024 für ein „typisches Haus (Baujahr 1975) mit 150 Quadratmetern Wohnfläche in guter Lage“ von 2850 auf 2900 Euro. Zusammengefasst damit werden aber nur Durchschnittspreise für Gesamt-Wuppertal. Zwischen den einzelnen Stadtteilen – und oft auch in ihnen – gibt es erhebliche Unterschiede.
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Und da wird es komplexer: So sind Häuser in gefragten Lagen wie dem Briller Viertel erwartungsgemäß deutlich teurer. Hier werden Spitzenpreise bis zu 4500 Euro pro Quadratmeter erzielt. Günstiger dagegen ist es in Stadtteilen wie Heckinghausen oder Oberbarmen.
Und: Je nach Immobilienart weichen die Durchschnittswerte in Wuppertal oft ab, einfach weil sie seltener verkauft werden. „Für Einfamilien- oder Mehrfamilienhäuser ist es schwieriger“, den Durchschnittspreis zu bestimmen, sagt Ricarda Baltz, Vorsitzende des Gutachterausschusses in Wuppertal. Ein sehr teuer verkauftes Haus kann den Gesamt-Durchschnitt nach oben treiben, ein sehr günstig verkauftes Haus nach unten.
Zudem gilt: Der Preis einer Immobilie hängt von ihrer Lage ab, vom Zustand und Alter, aber auch von seinen Nutzungsmöglichkeiten und seiner Erschließung. Faktoren, die selbst im selben Stadtteil höchst unterschiedlich sein können.
Lage, Lage, Lage – das gilt auch in Wuppertal
1. Lage der Immobilie
- Es wird zwischen einfachen, mittleren und guten Lagen in Wuppertal unterschieden. In guten Lagen wie Katernberg, Dönberg, Ronsdorf-Süd, Cronenberg werden Immobilien oft teurer gehandelt.
- In einfacheren Lagen (z. B. Oberbarmen, Heckinghausen) sind Häuser dagegen in der Regel günstiger zu haben.
Den Grund dafür kennt Baltz: „Am Stadtrand sind die Grundstücke meistens teurer. Die Menschen wollen eher außerhalb als im Zentrum wohnen. Das ist überall so. “

Ricarda Baltz ist Vorsitzende des Gutachterausschusses in Wuppertal.
© Niklas Berkel
Sprich: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Wer mehr Geld hat, kann eher da bauen oder kaufen, wo er es am liebsten hat, baut eine hochwertigere Immobilie und macht die Gegend damit wiederum attraktiver für besser situierte Menschen.
Zustand und Grundstückserschließung spielen eine zentrale Rolle
2. Zustand / Alter des Gebäudes
- Neubauten erzielen in der Regel höhere Preise.
- Und: Altbau ist nicht gleich Altbau. So beeinflusst unter anderem der Modernisierungsstand die Preisbewertung.
3. Grundstückserschließung
- Noch nicht erschlossene Grundstücken oder Immobilien mit ungünstigem Zuschnitt (z. B. Hanglage) können günstiger sein. Auch Altlasten, Denkmalschutz oder fehlende Kanalanschlüsse wirken preismindernd.
Wie teuer ist die Immobilie?
Wer ausrechnen will, mit wie viel Geld er in welcher Lage in Wuppertal rechnen kann, kann das mit dem Immobilien-Preis-Kalkulator (IPK) von Boris.NRW tun. So lässt sich ein ungefährer Preis bestimmen. Wie das geht? Ganz einfach:
- boris.nrw.de öffnen und dort den Immobilien-Preis-Kalkulator auswählen.
- Dort die gewünschte Adresse eingeben, das Jahr sowie den Teilmarkt – und anschließend den IPK starten.
- Im nächsten Schritt könnt ihr nähere Informationen zur Immobilie auswählen: Baujahr, Wohnfläche und Grundstücksgröße.
- Anschließend könnt ihr den Report downloaden.
Wichtig: „Mit dem Rechner bekommt man immer den Wert für eine durchschnittliche Immobilie mit den eingegebenen Merkmalen. Das ist eine Basis, aber nicht mehr“, sagt Baltz. Sobald die Immobilie von den Merkmalen abweicht, weil beispielsweise ein Loch im Dach ist, verliert der Rechner an Genauigkeit.

Wuppertaler Stadtviertel im Preisvergleich
Wir haben uns als Beispiel angeschaut, inwiefern sich die einzelnen Stadtteile in Wuppertal im Immobilienpreis unterscheiden. Dafür haben wir mit den jeweils gleichen Daten gerechnet: Einfamilienhaus, Baujahr 1975, Wohnfläche 150 Quadratmeter, Grundstückgröße 750 Quadratmeter.
- So kostet die Beispiel-Immobilie in der Moltkestraße in Elberfeld beispielsweise 450.000 Euro,
- in der Briller Straße wenige hundert Meter weiter dagegen „nur“ 380.000 Euro,
- genau wie in der Bahnstraße in Vohwinkel.
- In der Wittener Straße in Barmen wäre diese Immobilie mit geschätzten 360.000 Euro noch günstiger,
- in Herichhausen in Cronenberg dagegen mit 440.000 Euro wieder teurer.