Der Bremerhavener Jan Urbas checkt im Spiel der Champions Hockey League einen Salzburger Spieler in die Bande.

Stand: 10.11.2025 18:31 Uhr

Mit viel Zittern und Daumendrücken zogen die Pinguins im Oktober ins Achtelfinale des Wettbewerbs ein. Am Dienstag (19:30 Uhr) steigt nun das Hinspiel gegen Tampere in Bremerhaven.

Von Julian Meiser und Till Grupe

Gegen das Team von Ilves Tampere, das die Gruppenphase der Champions Hockey League als Erster beendete, gehen die Fischtown Pinguins als klare Außenseiter in die Partie. Trotzdem macht die aktuelle Form der Pinguins Mut: Zuletzt gewannen sie vier DEL-Partien in Folge.

Stürmer Nino Kinder hat jedenfalls „richtig Bock“ auf das Achtelfinale vor heimischer Kulisse. „Es wird ein hartes Spiel. Die Finnen spielen ein sehr, sehr schnelles Eishockey und wir müssen ein Topspiel abliefern“, äußert der 24-jährige Fischtown-Prof am Montag im Gespräch mit buten un binnen.

Fischtown-Torwart Leon Hungerecker, der durch den Ausfall von Kristers Gudlevskis das Tor hüten wird, erwartet ebenfalls einen starken Gegner. „Sie sind nicht ohne Grund Erster in der Champions League“, analysiert Hungerecker, der viele Abschlüsse auf seinen Kasten erwartet. Trotz der zu erwartenden Überlegenheit der Finnen hofft der Goalie im ersten Match auf einen Heimvorteil: „Wir wollen uns beweisen und so das deutsche Eishockey repräsentieren.“

Pinguins müssen nach Bremen ausweichen

Gespielt wird am Dienstagabend in der Eisarena Bremerhaven, trainiert wurde am Vortag aber noch in Bremen. Die Mannschaft von Trainer Alexander Sulzer stand zum Wochenstart im Paradice in Walle auf dem Eis. Grund dafür sind Auflagen der Champions Hockey League, wie Manager Sebastian Furchner bei buten un binnen erklärt: Werbung, die in der DEL zu sehen ist, muss bei europäischen Partien ausgetauscht werden.

Aufgabe der Bremerhavener Eismeister war es, zunächst das Eis in der Eisarena abzutragen, um die darunter liegende Werbung zu neutralisieren. Anschließend wurde die offizielle Werbung der CHL aufgetragen und das Eis nach und nach wieder aufgebaut. „Somit kann dort leider kein Betrieb stattfinden“, bedauert Furchner den Ausfall des Trainings in Bremerhaven, zeigt sich aber gleichzeitig erleichtert, mit dem Paradice einen adäquaten Trainingsort für solche Fälle zu haben: „Es ist immer eine gute Ausweichmöglichkeit.“ Eine Alternative direkt in Bremerhaven hält er trotzdem für wünschenswert.

Für Nino Kinder ist der temporäre Umzug vor dem Achtelfinale nur „halb so wild“. „Wir freuen uns hier zu sein, damit wir eine Möglichkeit haben, zu trainieren“, sagt der gebürtige Berliner. Ansonsten hätte die Mannschaft in den Kraftraum gemusst, erklärt Kinder. „Und das würde uns allen keinen Spaß machen“, sagt er augenzwinkernd.

Achtelfinal-Modus in der Champions Hockey League

Anders als bei DEL-Spielen oder Gruppenspielen der Champions Hockey League wird das Hinspiel des Achtelfinals nur über drei Drittel (je 20 Minuten) gehen. Im Falle eines Remis endet das Spiel somit nach 60 gespielten Minuten, eine Verlängerung oder ein Penaltyschießen sind im Hinspiel ausgeschlossen. Dazu kann es lediglich beim Rückspiel in Finnland kommen: Nur bei Torgleichheit nach Hin- und Rückspiel ist eine zehnminütige Verlängerung möglich. Wird dabei kein Sieger ermittelt, geht es ins Penaltyschießen. Das Rückspiel in Tampere findet am 19. November statt. Beginn ist um 16:30 Uhr.

Dieses Thema im Programm:
Sportblitz, 11. November 2025, 18:06 Uhr

Radio Bremen