Die zwei momentan größten Probleme: Fortuna gelingt es einfach nicht, ihren Kasten sauber zu halten, und sie schafft es ebenso wenig, Kapital aus ihren teils hundertprozentigen Chancen zu schlagen. „Die Spiele sind alle eng, aber wir müssen etwas dafür tun, dass wir auch mal ziehen. Und dafür müssen wir Tore schießen. Da darf jeder ran“, betonte Anfang, dessen Team sich auf Tabellenplatz 15 in die Länderspielpause verabschiedete. „Seitdem ich da bin, haben Sima Suso, Kenneth Schmidt und Anouar El Azzouzi getroffen, alles keine klassischen Offensivspieler. Das soll keine explizite Kritik sein, aber ich glaube, unsere Offensivspieler können auch Tore schießen.“
In Berlin hatten vor zwei Wochen sowohl Danny Schmidt als auch Christian Rasmussen beste Gelegenheiten vergeben, in Kiel war es nur noch Letzterer. „,Chris’ hatte in der ersten Hälfte eine Situation, in der er den Pfosten trifft, und dann noch eine, in der er frei zum Abschluss kommt. Da muss man einfach treffen“, sagte der Trainer, ergänzte aber: „Es bringt nichts, zu jammern. Davon wird nichts besser. Wir müssen dranbleiben, auch wenn es schwerfällt. Und wir müssen die Länderspielpause jetzt nutzen, um noch den einen oder anderen athletischen Aspekt hinzuzunehmen.“
Und das, obwohl sich Anfang mit der grundsätzlichen körperlichen Entwicklung seiner Mannschaft schon einigermaßen zufrieden zeigte. „Wir sind in Kiel unser Tempo gegangen, von der ersten bis zur letzten Minute. Und wir haben auch immer mehr Intensität in unserem Spiel. Aber wir müssen uns einfach mal belohnen, das ist das Salz in der Suppe“, betonte der Coach. „Es nervt mich gewaltig, dass wir das noch nicht geschafft haben. Es nervt die Jungs aber genauso. Das soll es auch, und das sollen sie sagen dürfen.“
Mit Ausnahme des Spiels gegen Braunschweig (1:2) „haben wir noch kein Spiel zu Recht verloren, seitdem ich da bin“, ergänzte Anfang. „Die Herangehensweise und die Aufgaben werden deshalb gleich bleiben. Wir müssen den Gegner bespielen, Tore schießen, Tore verhindern – fertig. Wir kriegen pro Partie einen Gegentreffer, schaffen es aber nicht, einfach mal zwei Tore zu schießen. Obwohl wir Riesenchancen haben.“ Die mangelnde Effizienz war zuletzt in der Tat ein Problem, vielleicht das größte von ganz vielen.