Alexander Zverev schlägt eine Rückhand.

AUDIO: Zverev selbstbewusst vor Match gegen Jannik Sinner (1 Min)

Stand: 12.11.2025 08:33 Uhr

Nach seinem starken Auftakt trifft Tennisprofi Alexander Zverev bei den ATP Finals in Turin im zweiten Match auf Titelverteidiger Jannik Sinner. Gelingt die Überraschung gegen den besten Hallen-Spieler der Welt?

Der Weltranglistendritte bestreitet gegen den Italiener heute (nicht vor 20.30 Uhr) die zweite Einzelpartie des Tages – und macht sich keine Illusionen. „Ich erwarte ein sehr schweres Match, weil er der beste Spieler der Welt ist auf diesem Belag – gar keine Frage“, sagte der 28-Jährige.

Die Favoritenrolle ist bei Zverevs zweitem Match in der Gruppenphase der ATP Finals klar vergeben – und doch glaubt der deutsche Tennisstar an die Überraschung. „Wenn ich zu 100 Prozent fit bin“, sagte Zverev, „dann kann ich eine Chance haben“.

Sinner in der Halle seit 27 Partien unbesiegt

Selbstvertrauen hat er sich nicht zuletzt beim Auftaktsieg über Ben Shelton getankt. Der Hamburger hinterließ einen starken Eindruck, wirkte körperlich fit und schlug überragend auf. Er fühle sich „sehr gut“ und bereit für die kommenden Aufgaben, sagte Zverev, der das Turnier 2018 und 2021 gewonnen hat.

Tennisprofi Alexander Zverev schreit seine Freude heraus

Der Hamburger Tennisprofi überzeugte gegen den US-Amerikaner Ben Shelton. Von seinen körperlichen Problemen scheint er sich gut erholt zu haben.

Mit Sinner hat es Zverev zuletzt allerdings zweimal erfolglos aufgenommen – nun wartet das dritte Duell zwischen dem Weltranglistendritten und dem Wimbledonsieger binnen zweieinhalb Wochen. Der Italiener ließ in der jüngeren Vergangenheit aber nicht nur Zverev keine Chance – in der Halle ist er seit 27 Partien unbesiegt.

Sinner: „Sascha schlägt brutal gut auf“

Ein enges Duell erwartet der Südtiroler trotzdem. „Das nächste Spiel wird sicherlich sehr schwierig, Sascha schlägt brutal gut auf im Moment. Er hat gegen Ben auch sehr, sehr gut gespielt“, lobte Sinner, der sich bei seinem Auftakt am Montag gewohnt abgezockt präsentiert hatte. Félix Auger-Aliassime konnte beim 5:7, 1:6 nur den Großteil des ersten Satzes lang mithalten.

„Ich weiß, dass es heutzutage alle sehr komisch finden, wenn ich auch mal gegen gute Spieler gewinnen kann. Aber für mich möchte ich das immer noch als Normalität sehen.“

Alexander Zverev

Der Kanadier ist am Freitag Zverevs Gegner im möglicherweise entscheidenden letzten Gruppenspiel. Zuvor bietet sich dem Deutschen die Chance auf ein seltenes Highlight in einer von Verletzungen und Formproblemen geprägten Saison – in der die eigenen Ansprüche trotzdem immer hoch geblieben waren. Er wisse, „dass es heutzutage alle sehr komisch finden, wenn ich auch mal gegen gute Spieler gewinnen kann“, sagte Zverev nach seinem Sieg über Shelton etwas patzig: „Aber für mich möchte ich das immer noch als Normalität sehen.“

Die jüngsten vier Matches verloren

Von insgesamt neun Duellen mit Sinner hat der 28-Jährige immerhin vier gewonnen. Die jüngsten vier Matches entschied Sinner aber allesamt für sich. Zuletzt hatte ihn Zverev im Finale von Wien gefordert und nur knapp verloren, kurz darauf geriet er mit Knöchelproblemen im Halbfinale von Paris beim 0:6, 1:6 gehörig unter die Räder.

In der Vierergruppe qualifizieren sich die beiden ersten für das Halbfinale am Wochenende. Das Endspiel findet am Sonntag statt.