„Wir sind Holsterhausen“ und das Fachgeschäft für Stadtwandel haben in den vergangenen beiden Jahren dafür gesorgt, dass die Gemarkenstraße heimelig leuchtet. Dieses Jahr wird es aber wohl dunkel bleiben, heißt es von den beiden Initiativen.
Gründe dafür gebe es mehrere. Schon in den vergangene beiden Jahren habe die Winterbeleuchtung nur durch der Initiativen realisiert werden können. Bis 2022 hatte sich der Holsterhauser Bürgerbund um die Beleuchtung gekümmert, der sich inzwischen aufgelöst hat. Der Verein hatte die Beleuchtung zur Verfügung gestellt, so dass sie grundsätzlich auch weiter genutzt werden kann.
Winterbeleuchtung in Essen-Holsterhausen kostete 2024 rund 7500 Euro
Aber: „Auch wenn viel ehrenamtliches Engagement aufgebracht wird, ohne Geld geht es nicht“, erklären das Fachgeschäft für Stadtwandel und „Wir sind Holsterhausen“. Im vergangenen Jahr habe eine Zuwendung der Stadt und die Spenden vieler Menschen geholfen, die dem Aufruf der beiden Initiativen gefolgt waren. So habe auch ein kleines gemütliches Zusammenkommen zum „Anleuchten“ realisiert werden können.
Doch Lagerung und Instandhaltung kosteten ebenfalls Geld, so die Initiativen. Für die Lagerung habe sich spontan eine Möglichkeit gefunden: Hubert von der Stein, ein alteingesessener Holsterhauser, stelle Platz dafür zur Verfügung. Hinzu komme allerdings, dass die Beleuchtung allmählich in die Jahre gekommen sei.
Ehrenamtlicher aus Essen-Holsterhausen: „Aufwand ist nicht zu stemmen“
Einiges müsste ersetzt und gewartet werden. „Und eigentlich wäre es auch angesagt, komplett auf LED umzustellen, um die Energiekosten zu senken“, merkt Martina Nies vom Fachgeschäft für Stadtwandel an. Rund 7500 Euro betrugen die Kosten nach Angaben der Initiativen für die gesamte Aktion im vergangen Jahr.
„Wir haben das in den letzten Jahren gern gemacht und es ist uns auch jetzt noch ein Herzenswunsch. Aber aus persönlichen Gründen ist der Aufwand für uns dieses Jahr einfach zu groß und nicht zu stemmen“, bedauert Harry Hagen haben von „Wir sind Holsterhausen“. „Wir unterstützen gern in den nächsten Jahren. Aber wir brauchen mehr Menschen, die sich darum kümmern.“
Quartierswerkstatt in Essen-Holsterhausen geplant
Für dieses Jahr sei die Zeit vermutlich schon zu weit vorangeschritten, so die beiden Initiativen: „Vielleicht wäre es möglich, wenigstens ein paar Ketten in Bäumen aufzuhängen. Dafür bräuchte es aber jemanden, der Strom zur Verfügung stellt.“
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Am Samstag, 15. November, findet von 10.30 bis 14 Uhr im Fachgeschäft für Stadtwandel (Gemarkenstraße 72) eine Quartierswerkstatt statt. Sie soll eine Möglichkeit bieten, um Gleichgesinnte zu finden und zu besprechen, wie es mit der Weihnachtsbeleuchtung weiter gehen kann. Bei der Quartierswerkstatt soll es darum gehen, mit anderen im Stadtteil Ideen und Gedanken auszutauschen, zu einem bestimmten Thema zu diskutieren oder auch konkrete Ideen für den Stadtteil zu entwickeln. Die Veranstaltung ist für alle offen.