Auch wegen der Siegesserie im direkten Duell war die Favoriten-Rolle vor der Partie ziemlich klar. Obwohl der amtierende Meister aus der Hauptstadt zwar immer noch mit gehörigen Verletzungsproblemen zu kämpfen hat, konnte er trotzdem ein ein volles Line-Up stellen – während die Nürnberger nur drei von vier Sturmreihen nominieren konnten.
Kein Grund also, mit den Kräften hauszuhalten bei den Eisbären, die von Beginn an ein hohes Tempo und eine hohe Intensität in den direkten Duellen zeigten. Den ersten Lohn dafür gab es bereits in der vierten Minute während des ersten Überzahlspiels der Eisbären. Im Laufe der bisherigen Saison nicht gerade eine Stärke der Berliner, die in dieser Disziplin vor der Partie nur auf Rang zwölf in der DEL lagen. Marcel Noebels war es egal. Sein verdeckter Schuss von der rechten Seite ging zur Eisbären-Führung ins Nürnberger Netz.
Und die Mannschaft von Trainer Serge Aubin blieb dran, hatte mehrere gute Chancen und erhöhte in der zwölften Minute durch Ty Ronning auf 2:0. Der Top-Scorer der Vorsaison reagierte nach einem gewonnen Bully am schnellsten und verwandelte gegen den nicht optimal postierten Nürnberger Torhüter Niklas Treutle. Zwei Minuten später fast das 3:0 durch Andreas Eder. Aber eben nur fast. Stattdessen genügt Nürnberg im Konter ein schöner Pass, um Charlie Gerard einzusetzen, der gegen Berlins Torhüter Jake Hildebrand souverän verwandelte. Und es kam noch schlimmer für die Gäste. Nach einem Eisbären-Fehlpass in der neutralen Zone traf Samuel Dove-McFalls zum 2:2.