In Frankfurt
RMV stellt neuen Fahrplan vor – und übt scharfe Kritik an der Bahn
17.11.2025 – 05:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Regionalzug der Bahn fährt am Frankfurter Hauptbahnhof über eine Brücke (Archivbild): Wie viele Züge auf den einzelnen Strecken ab Mitte Dezember rollen, darüber informiert der RMV an diesem Montag. (Quelle: Arne Dedert/dpa)
Fahrplanwechsel beim RMV: An diesem Montag werden die Pläne präsentiert. Zuvor übt der Chef scharfe Kritik an der Bahn.
Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) stellt an diesem Montag um 10 Uhr seine Pläne für den Fahrplanwechsel Mitte Dezember vor. Doch vor der Präsentation der neuen Fahrpläne für Busse und Bahnen übt RMV-Geschäftsführer Knut Ringat massive Kritik an der Deutschen Bahn.
In einem offenen Brief an die neue Bahn-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla beklagt Ringat nach RMV-Angaben von vergangener Woche erhebliche Probleme bei der Koordination und Kommunikation von Ausbau- und Instandhaltungsmaßnahmen seitens der Deutschen Bahn. Im Bahnverkehr führen Personalmangel und Baustellen immer wieder zu Problemen und damit zu Ärger bei den Fahrgästen.
„Unsere täglich rund 2,5 Millionen Fahrgäste und hier vor allem die Pendler leiden unter Einschränkungen durch kurzfristige Ausfälle und Fahrplanänderungen, oft ‚im Regen stehend‘ ohne jegliche Information“, schrieb Ringat in dem Brief. Die Qualitätseinbußen nähmen in „besorgniserregendem Maße“ zu. Das „Maß des Erträglichen“ für Fahrgäste und die Eisenbahnverkehrsunternehmen sei „deutlich überstiegen“, heißt es in dem Schreiben. Die Folge: Fahrgäste wendeten sich ab und griffen auf das Auto zurück.
Der neue Fahrplan gilt ab 14. Dezember 2025. Bereits beschlossen ist, dass die Tickets ab 1. Januar teurer werden. Das Deutschlandticket kostet dann 63 statt bisher 58 Euro. Auch die ermäßigten Nahverkehrstickets in Hessen wie das Schüler- und das Seniorenticket werden teurer, gleiches gilt für das ermäßigte Deutschlandticket, den Hessenpass mobil.
Durchschnittlich erhöht der RMV seine Preise im kommenden Jahr um 4,75 Prozent. Da viele Menschen ein Deutschlandticket haben, fallen zahlreiche RMV-Fahrkarten weg, wie etwa die Neun-Uhr-Monatskarte und die 65-Plus-Monatskarte.
