Nicht jede Wuppertaler Ecke hat ein idyllisches Postkartenmotiv zu bieten und so manch ein Besucher, der auf den 13,3 Kilometern erstmals durch Wuppertal schwebt, zeige sich leicht enttäuscht. Sandra Reger macht seit knapp 20 Jahren Führungen für Wuppertal-Touristik. Doch gerade das Widersprüchliche und Verborgene findet die gelernte Versicherungskauffrau so reizvoll: „Ich stehe auf Shabby Chic“, lächelt Reger, als die Schwebebahn die Kreuzung am Alten Markt passiert. Als sie vor 30 Jahren aus Mönchengladbach nach Wuppertal zog, hielt es kaum einer aus dem Bekanntenkreis für ein erstrebenswertes Ziel. Das sieht Reger, die neben „20 kuriosen Episoden entlang der Wupper“ und Nachtwächter-Touren auch bei vielen anderen Angeboten Gruppen durch Wuppertal führt, ganz anders. Mit dem Wissen um die Vergangenheit der Stadt erschließe sich erst ihr Charme.