In Millionenhöhe
Illegale Zigarettenfabrik verursacht enormen Steuerschaden
18.11.2025 – 07:46 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Person zieht an einer Zigarette (Symbolbild): Die Fabrik wurde bei einer Razzia im März entdeckt. (Quelle: Christoph Schmidt/dpa/dpa-bilder)
Zollfahnder haben eine illegale Zigarettenfabrik in Düsseldorf ausgehoben. Die Ermittler beziffern den Steuerschaden auf mehr als 50 Millionen Euro.
Acht Monate nach einer Razzia in einer illegalen Zigarettenfabrik in Düsseldorf haben die Ermittler den Steuerschaden auf mehr als 50 Millionen Euro beziffert. Die Beschuldigten sollen von April 2024 bis März 2025 rund 275 Millionen Zigaretten hergestellt haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Für die Produktion erhielten die Täter nach Erkenntnissen der Behörden etwa zwölf Millionen Euro. Der Steuerschaden für die Jahre 2024 und 2025 beläuft sich auf rund 53 Millionen Euro. Die Ermittler entdeckten in der Industriehalle drei Maschinen zur Herstellung und Verpackung von Zigaretten sowie Unterkünfte für die Arbeiter.
Ende September erhob die Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität beim Landgericht Düsseldorf Anklage. Den vier Beschuldigten wird bandenmäßige Steuerhinterziehung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Alle vier befinden sich in Untersuchungshaft.
