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Ein Käse-Produkt aus Frankreich ist von einem Rückruf betroffen. (Symbolbild) © IMAGO/Zoonar.com/Robert Kneschke
Für einen französischen Käse gilt eine Lebensmittelwarnung. Der Anlass: Verdacht auf gefährliche Bakterien, die schwere Durchfälle hervorrufen können.
München – Käsefans aufgepasst: egal ob im Fondue, zum Abendbrot, im Bürger oder als feines Dessert. Wer gerne französische Käsespezialitäten genießt, sollte jetzt aufmerksam werden. Ein Produkt aus Frankreich steht im Verdacht, mit gefährlichen Bakterien belastet zu sein, die schwere Darminfektionen auslösen können. Die Behörden warnen eindringlich vor dem Verzehr.
Dringender Käse-Rückruf: Diesen Reblochon de Savoie AOP der Fromagerie Masson sollten Sie derzeit nicht verzehren. © Firma Fromagerie Masson
Konkret handelt es sich um einen Reblochon de Savoie AOP der Fromagerie Masson. Der Käse steht unter Verdacht, mit pathogenen E.coli-Bakterien (STEC/EHEC) kontaminiert zu sein, wie aus einer Mitteilung des Portals lebensmittelwarnung.de hervorgeht. Erst im Oktober war ein anderer Käse aus Frankreich von derselben Problematik betroffen.
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Betroffen ist nur ein Käse mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 10. Januar 2026, hält der Hersteller in einem Schreiben fest: „Alle anderen Produkte der Firma Masson sind nicht betroffen.“ Das möglicherweise kontaminierte Produkt im Überblick:
- Produkt: Reblochon de Savoie AOP 450 Gramm
- Hersteller: Fromagerie Masson
- Betroffene Chargen: Los 5-261
- MHD: 10.01.2026
- Identitätskennzeichen: FR 74.145.050 CE
- Verpackungsgröße: 450 Gramm
Informationen über Verkaufsstellen gab es seitens der Produktionsfirma nicht. Rewe teilt jedoch die Produktwarnung über seine Homepage. Das Produkt war Angaben von lebensmittelwarnung.de in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Sachsen und Thüringen im Handel.
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Verbraucherinnen und Verbraucher, die den betroffenen Käse zu Hause haben, sollten diesen keinesfalls verzehren. Das Produkt kann in den Verkaufsstellen zurückgegeben werden. Die Käserei Masson empfiehlt aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes, den Käse nicht zu konsumieren.
Kontaminierter Käse kann zu schweren gesundheitlichen Folgen führen
Die meisten E. coli-Stämme sind harmlose Darmbewohner, die dem Fachportal MSD Manual zufolge im Verdauungstrakt gesunder Menschen von Natur aus vorkommen. Doch einige können schwere Infektionen verursachen, etwa in Form einer Infektion mit enterohämorrhagischen E. coli (EHEC). „EHEC-Bakterien können beim Menschen Krankheiten hervorrufen, die von leichtem Durchfall bis hin zur hämorrhagischen Colitis (HC) mit schweren blutigen Durchfällen, oft verbunden mit Bauchkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber, reichen“, informiert das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).
Auch sogenannte STEC (Shigatoxin-bildende Escherichia (E.) coli) können beim Menschen zum hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) führen, das laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR) im schlimmsten Fall Nierenversagen zur Folge haben kann.
Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Personen, die den Käse verzehrt haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche E. coli-Infektion hinweisen. Eine vorbeugende ärztliche Behandlung ohne Symptome ist nicht sinnvoll. (Quelle: Lebensmittelwarnung.de, MSD Manual, LGL Bayern, BFR, Rewe) (jm)