Er wurde nur 54 Jahre alt

Früherer Club-Profi stirbt nach Veteranenspiel

18.11.2025 – 20:11 UhrLesedauer: 1 Min.

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Andriy Polunin im Trikot des 1. FC Nürnberg (Archivbild): In Deutschland lief er zudem für den FC St. Pauli und Rot-Weiss Essen auf. (Quelle: IMAGO/Kicker/Liedel)

Ende der 1990er-Jahre bestritt Andriy Polunin einige Spiele für den 1. FC Nürnberg – der große Durchbruch gelang ihm jedoch nicht. Nun ist der Ukrainer überraschend gestorben.

Andriy Polunin, früherer Profi des 1. FC Nürnberg, ist nach einem Veteranenspiel in seiner Heimat unerwartet gestorben. Die Nationale Veteranenvereinigung bestätigte den Tod des 54-Jährigen. Medienberichten zufolge war dem Ex-Nationalspieler nach der Begegnung im westukrainischen Luzk plötzlich schlecht geworden, Rettungsversuche blieben erfolglos. Die genaue Todesursache wurde bislang nicht mitgeteilt.

Polunin begann seine Profikarriere Anfang der 1990er-Jahre bei seinem Heimatverein Dnipro Dnipropetrowsk, später spielte auch für ZSKA Kiew, dem FK Krywbas Krywyj Rih und Karpaty Lwiw. Für die ukrainische Nationalmannschaft absolvierte er zwischen 1992 und 1995 neun Partien, in denen ihm ein Tor sowie vier Vorlagen gelangen.

Im Sommer 1998 wechselte Polunin nach Deutschland zum 1. FC Nürnberg. Für den Club stand er in seiner ersten Saison in 16 Spielen (zwei Tore) in der Bundesliga sowie in zwei Begegnungen im DFB-Pokal auf dem Platz. Anschließend wurde er für eine Spielzeit an den damaligen Zweitligisten FC St. Pauli ausgeliehen.

Nachdem er nach seiner Rückkehr in der Hinrunde der Saison 2000/01 nur in der Oberliga-Reserve des FCN zum Einsatz gekommen war, wechselte er zu Regionalligist Rot-Weiss Essen. Nach vier Jahren in Deutschland zog es den zentralen Mittelfeldspieler zurück in die Ukraine, wo er 2004 seine Karriere beendete. Zuletzt arbeitete er als Chefscout für den ukrainischen Erstligisten FK Metalist 1925 in Charkiw.