Ob Hannover, Braunschweig oder Köln – in ganz Deutschland sind die Temperaturen deutlich gesunken. Und eben das hat für knallrote Frostnasen und fröstelnde Menschen gesorgt. Kein Wunder, dass viele frieren, denn letzte Woche waren es noch rund 20 Grad, während es jetzt nur noch etwa fünf Grad sind – wenn überhaupt.

Diese Kälte merken nicht nur die Menschen, die auf der Straße leben (>> wir berichteten), oder die vielen Autofahrer, die sich vorsichtig über die glatten Straßen bewegen, sondern auch die Zoo-Besucher in Hannover. Die Kälte hat nämlich prompt zahlreiche Veränderungen ausgelöst – und viele fragen sich: Lohnt sich ein Zoo-Besuch im Winter überhaupt noch?

Zoo Hannover: Nun steht es fest – Winter-Einbruch sorgt für Veränderung im Gehege

Ob riesige Giraffen, süße Äffchen oder gar bunte Papageien – in den Zoos in und um Hannover leben zahlreiche Tiere. Kein Wunder, dass ein Besuch gerade für die ganz kleinen Fans ein absoluter Highlight-Tag ist. Logisch ist es dann auch, dass sie am liebsten jeden Tag zu den zahlreichen Vierbeinern möchten. Vor allem im Sommer ist das verständlich, immerhin kann man dort dann nicht nur die Tiere beobachten, sondern nebenbei auch leckeres Eis schlecken. Doch wenn die Temperaturen draußen immer kälter werden, zieht es viele eher in die warmen Wohnungen als in die Kälte nach draußen.

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Und viele Eltern wissen auch Bescheid: Im Winter auf den Spielplatz? Nicht gerade die erste Wahl. Logisch, dass da viele über einen Zoo-Besuch nachdenken – immerhin ist man dort nicht nur an der frischen Luft, sondern kann die kleinen Knirpse (und sich selbst) auch von der Kälte durch die vielen Tiere ablenken. Doch lohnt sich ein Besuch? Immerhin frieren nicht nur wir Menschen, sondern eben auch zahlreiche Vierbeiner – kein Wunder, dass sich dann viele fragen, ob sie vor leeren Gehegen stehen und umsonst in den Geldbeutel gegriffen haben.

Mitarbeiter werden deutlich – DIESE Tiere kann man sehen

„News38“ macht es sich nun zur Aufgabe, eben dieses Mysterium zu lösen – und bekam sofort Antwort vom Zoo in Hannover: Es geht alles wie gewohnt weiter, nur eben mit der ein oder anderen (größeren) Veränderung. Denn „auch die Zootiere ziehen im Winter ‚warme Mäntel‘ an und stellen sich auf die niedrigen Temperaturen ein – jedes auf seine Art“, so das Team des Zoos.

Besonders gut an winterliche Temperaturen angepasst sind die Tiere in der Kanadalandschaft Yukon Bay. Eisbären, Bisons, Karibus und Wölfe haben sich einen dicken Winterpelz zugelegt. „Sie sind auch bei Minusgraden draußen und genießen die Wintersonne oder den Schnee“, erklärt eine Sprecherin gegenüber „News38“. Auch die Sibirischen Tiger im Dschungelpalast sind im Winter bestens gerüstet: Ihr dichtes Winterfell macht sie zu wahren Frostprofis. Selbst bei eisigen minus 45 Grad fühlen sie sich pudelwohl!

Obacht: Nur noch im Schichtsystem – für Gazellen ist es zu kalt

Die Seelöwen, Seebären und Kegelrobben haben sich ebenfalls im Herbst ordentlich Winterspeck angefuttert, damit sie die kalte Jahreszeit locker überstehen. Obendrein waren die Waschbären und Präriehunde fleißig – doch sehen wird man sie (zumindest in den Außenanlagen) nur noch wenig, denn: „Jetzt ziehen sie sich in ihre Höhlen zurück und wagen sich nur noch gelegentlich nach draußen – schließlich gibt es bei uns auch im Winter immer frisches Futter.“

In der Afrikalandschaft „Sambesi“ läuft der Winter dagegen eher nach dem Schichtdienst-Prinzip. Gazellen und Antilopen trauen sich bei Minusgraden nur kurz an die frische Luft – das heißt also für die Zoo-Besucher aus Hannover, dass sie ab sofort wohl erstmal nie die ganze Herde sehen werden. Ganz anders die Erdmännchen: Sie kuscheln sich unter eine extra angebrachte Wärmelampe im Außenbereich und beobachten von dort ihre Umgebung. „Selbst bei Schnee bleiben sie neugierig“, so das Team gegenüber „News38“.

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Und wer die Flusspferde im Zoo in Hannover sehen will, steht vor einem leeren Gehege. Die Vierbeiner genießen nämlich den Winter im warmen Wasser. Ganz auf die Dickhäuter müssen die Tier-Fans jedoch nicht verzichten, denn sie können sie durch große Glasscheiben beobachten.

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Die Zoopfleger aus Hannover haben sogar noch einen Tipp für große und kleine Menschen: Wer sich aufwärmen möchte, kann einfach das Amphibium besuchen. Dort warten nämlich nicht nur Querzahnmolche, Moosfrösche und zahlreiche andere Amphibien, sondern auch kuschelig hohe Temperaturen – sozusagen ein kleiner Wärme-Urlaub im Zoo.