Der Buß- und Bettag war ein gesetzlicher Feiertag. Die Protestanten feiern ihn als Tag der Besinnung und Neuorientierung. „Der Feiertag dient dem Nachdenken über gesellschaftliche Irrtümer“, heißt es auf der Webseite der Evangelischen Kirche. Der Buß- und Bettag ist zwar kein offizieller Feiertag mehr, in Bayern gilt trotzdem an dem Tag schulfrei. Auch viele Kindergärten haben geschlossen. Freude für Schülerinnen und Schüler – Grauen bei Eltern: Sie müssen arbeiten. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Kindern im Schulalter löst der Tag deshalb häufig ein Betreuungsdilemma aus: Was tun mit den Kindern? Manche Arbeitgeber haben deshalb extra für den Tag eine Kinderbetreuung eingerichtet.

Auszubildende betreuen Kinder von Angestellten beim Landratsamt

Die Verwaltung des Landratsamts bietet am Mittwoch ein Programm für die Kinder von Mitarbeitenden an. Wie das Amt berichtete, wurden im Vorfeld die Angestellten abgefragt, wer das Angebot in Anspruch nehmen möchte. Von 7.30 bis 14 Uhr betreuen die Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs 18 Kinder. Neben gemeinsamem Frühstück und Mittagessen, sind Spiele wie Stopptanz und Feuer-Wasser-Erde geplant. Zudem schaut Landrat Martin Sailer für eine Begrüßung vorbei.

Die Königsbrunner Stadtverwaltung bietet ebenfalls ein Kinderprogramm am Buß- und Bettag an. Seit zehn Jahren richtet der Personalrat die Möglichkeit der Betreuung ein. Nach Angaben der Stadt Königsbrunn besteht das Angebot von 9 bis 13 Uhr. Durchschnittlich nehmen etwa 25 Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren teil.

Die Kinder aus der Stadtverwaltung Königsbrunn gehen Schlittschuhlaufen

In diesem Jahr steht nach einer Stärkung Schlittschuhlaufen in der Eisarena an. Angeboten werden zudem noch Spiele bei „Ottos und Ulrichs Gesandten“. Und danach gibt es nochmals einen kleinen Imbiss für die Kinder. In der Vergangenheit veranstaltete die Verwaltung Aktivitäten, wie Plätzchen backen, Besuch beim Gut Morhard oder ein Besuch im Lechfeldmuseum an.

Viele Unternehmen bieten keine Feiertagsbetreuung an

Viele Unternehmen bieten dagegen keine spezielle Kinderbetreuung am Buß- und Bettag an. Das kann viele Gründe haben. Im Falle der Wertachkliniken sei es wenig sinnvoll, gab das Unternehmen auf Nachfrage an. Die meisten Angestellten arbeiten im Schichtdienst und seien deshalb für die Betreuung von Kindern ohnehin auf ein Backup und ein funktionierendes Umfeld angewiesen. Die Kliniken müssten sonst ein konstantes Betreuungsangebot schaffen, sagte das Unternehmen.

Der Industriepark Gersthofen gab ebenfalls an, keine Feiertagsbetreuung anzubieten. „Wir sind kein großes Unternehmen“, sagt eine Sprecherin des Unternehmens. Für Personal aus der Verwaltung sei ein Tag Homeoffice möglich.

  • Anna Faber

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