Seit Jahren warnen Artenschützer vor dem Schwund der biologischen Vielfalt, zum Beispiel bei Insekten und Vögeln. In den letzten Jahren wurden bei wichtigen Arten wie Amsel, Spatz und Meise deutliche Rückgänge festgestellt, besonders im Siedlungsbereich und auf landwirtschaftlichen Flächen. Im bundesweiten Durchschnitt wurden im Frühjahr 2025 nur noch rund 26 bis 28 Singvögel pro Garten gezählt – das sind etwa 20 Prozent weniger als vor zehn Jahren. In der Feldmark hat insbesondere die Population des Rebhuhns um zwei Drittel (-66 Prozent) abgenommen.
Gleichwohl setzen Landwirte Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität um und werden dafür über Agrarumweltprogramme der EU und des Bundes gefördert. Wichtige Elemente sind:
- Anlage von Blüh- und Ackerrandstreifen,
- verzögerte Mahd auf Wiesen und Wegrändern,
- Belassen von Brache- und Störstellen,
- weniger Pflanzenschutz und Dünger.
Insgesamt zeigen Beispiele aus der Praxis, dass solche gezielte Maßnahmen den Singvögeln direkt zugutekommen und zum Teil deutliche Populationszuwächse ermöglichen.