Kälteeinbruch in NRW

Hier bekommen obdachlose Menschen in Essen Hilfe

19.11.2025 – 10:41 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Mann sitzt mit Schlafsack und Habseligkeiten an der Rüttenscheider Straße und bettelt (Symbolbild): In Essen gibt es im Winter einige Angebote für wohnungslose Menschen. (Quelle: Kerstin Kokoska/imago-images-bilder)

Die Stadt Essen stellt zahlreiche Unterstützungsangebote für Menschen ohne festen Wohnsitz bereit. Von Notunterkünften bis zur medizinischen Versorgung reicht das Netzwerk gegen die Winterkälte.

Die Stadt Essen und verschiedene soziale Träger haben für die Wintermonate umfangreiche Hilfsangebote für wohnungslose Menschen eingerichtet. Bei gefährlichen Minustemperaturen steht ein Kältenotruf des Deutschen Roten Kreuzes unter der Nummer 0201 22 22 22 rund um die Uhr zur Verfügung. Diese Notfallnummer können sowohl Betroffene als auch besorgte Bürger anrufen.

Bei akuten Notfällen sollte die Polizei unter 110 oder bei gesundheitlicher Gefährdung der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden.

Für obdachlose Männer bietet das Westviertel in der Lichtstraße 1 zudem Übernachtungsplätze mit Duschmöglichkeiten und Wertsachenaufbewahrung. Frauen finden in der Grimbergstraße 22 in Essen-Kray entsprechende Angebote. Beide Einrichtungen öffnen in der kalten Jahreszeit um 19 Uhr.

Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren können im RAUM 58 im Nordviertel in der Niederstraße 12-16 übernachten. Die Notschlafstelle ist von 21 bis 9 Uhr geöffnet. Für wohnungslose drogenkranke Menschen stellt die Suchthilfe direkt gGmbH in der Hoffnungsstraße 24 Übernachtungsmöglichkeiten bereit.

Bei Temperaturen unter minus drei Grad an zwei aufeinanderfolgenden Nächten errichtet das Deutsche Rote Kreuz Wärmezelte in Borbeck am Wolfsbankring 5a. Dort erhalten obdachlose Menschen ab 21 Uhr Unterkunft und Verpflegung.

Tagsüber können sich Menschen ohne Wohnung im Tagesaufenthalt in der Steeler Straße 36 von 8.30 bis 18.30 Uhr aufhalten. Die Einrichtung wird von Caritasverband und Stadt Essen gemeinsam betrieben und bietet auch Sozialberatung.

Weitere Aufenthaltsmöglichkeiten bestehen im Krisencafé in der Hoffnungsstraße 24 für Konsumierende illegaler Drogen sowie im Café Schließfach in der Niederstraße 12-16 für wohnungslose Mädchen und Frauen. Die Bahnhofsmission am Hauptbahnhof vermittelt zusätzlich Übernachtungsmöglichkeiten.

Die zentrale Beratungsstelle für Wohnungslose in der Lindenallee 55 versorgt Bedürftige mit Bekleidung. Die Suppenküche im Tagesaufenthalt bietet täglich Frühstück und wochentags Mittagessen. Die FairSorger Essen e.V. verteilen montags, mittwochs und freitags ab 19 Uhr Sachspenden und Essen im Begegnungszentrum am Weberplatz 3.

Das Deutsche Rote Kreuz fährt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bekannte Schlafplätze an und verteilt warme Getränke, Schlafsäcke und Kleidung

Medizinische Versorgung bietet das Arztmobil der GSE an verschiedenen Stationen, besonders für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz. Die Naturheilpraxis ohne Grenzen in der Papestraße 7 und das NaturheilMobil ergänzen das Angebot.

Das Amt für Soziales und Wohnen in der Steubenstraße 53 unterstützt bei akutem Wohnraumverlust und bei der Wohnungssuche. Im Gustav-Heinemann-Haus in der Hindenburgstraße 59 finden Obdachlose Betreuung und Unterkunft. Das Landesprojekt „Endlich ein Zuhause!“ hilft bei der Wohnungssuche.

Streetworker sprechen gezielt wohnungslose Menschen an und informieren über bestehende Hilfsangebote. Neben den städtischen Angeboten engagieren sich auch die „Schwestern der Mutter Teresa“ mit einer Suppenküche in der Elisenstraße 15.