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KI- und Chip-Aktien: Börse nervös vor den Nvidia-Quartalsergebnissen
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Geht es nun weiter bergab oder bald schon abwärts mit der Künstlichen Intelligenz? In die Zukunft blicken kann die KI leider auch nicht und so zeigen sich die weltweiten Börsen derzeit nervös. Denn heute Abend hiesiger Ortszeit wird Nvidia Jensen Huang die Ergebnisse des weltweit wertvollsten Unternehmens für das dritte Kalenderquartal 2025 verkünden. Für Nvidia selbst ist das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026.
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Eigentlich sieht es für den Markt der KI-Rechenzentren, in dem Nvidia den Löwenanteil seiner Umsätze macht, hervorragend aus. Weltweit sind zahlreiche große KI-Projekte im Bau, mittlerweile sogar in Deutschland.
Doch es gibt Meldungen, auf die Analysten und manche Anleger nervös reagieren
Prominente Nicht-Mehr-Anleger
Gestern wurde bekannt, dass der prominente Investor Peter Thiel alle seine Nvidia-Anteile abgestoßen hat. Das könnte man für sich genommen als Gewinnmitnahme einordnen oder spekulieren, dass er viel Geld für andere Projekte braucht.
Doch wenige Tage war SoftBank-Chef Masayoshi Son ebenfalls komplett aus Nvidia ausgestiegen. Son ist für Nvidia ein relevanter Geschäftspartner, weil er in das gigantische KI-Projekt Stargate in den USA involviert ist. Außerdem hatte Son schon 2019 sämtliche Nvidia-Anteile von SoftBank abgestoßen.
Weitere Unkenrufe
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Weitere Zweifel am anhaltenden KI-Wachstum weckte ausgerechnet der Chef von Google und Alphabet, Sundar Pichai. In einem Interview mit der BBC meinte er, der aktuelle KI-Boom habe auch „irrationale Elemente“.
Und Analysten der Investmentbank J.P. Morgan hatten eine Überschlagsrechnung veröffentlicht, die den Druck auf die KI-Branche steigert, endlich größere Umsätze nachzuweisen. Demnach geht J.P. Morgan in seinem Modell davon aus, dass KI bis 2030 weltweit jährlich Umsätze in Höhe von rund 650 Milliarden US-Dollar generieren müsste, um etwa 10 Prozent Rendite auf die gigantischen Investitionen zu liefern.
Stärkere Konkurrenz
Manche Kenner der KI-Hardwarebranche meinen zudem, dass die bisher insbesondere bei generativen KI-Modellen dominierenden Nvidia-Rechenbeschleuniger zunehmend unter Konkurrenzdruck geraten. Beispielsweise liefern immer mehr KI-Inferencing-Benchmarks für lokal ausgeführte Large Language Models (LLMs) auch ordentliche Ergebnisse mit Chips von AMD, Apple und Intel.
Doch auch KI-Rechenbeschleuniger für Rechenzentren von Nvidia-Konkurrenten holen auf. So weckte AMD große Erwartungen für seine 2026 kommende Chipgeneration und die damit bestückten „Helios“-Racks. Auch Googles jüngste TPU-Generation und die hauseigenen KI-Chips von Amazon AWS sollen gut im Rennen liegen.
Zudem wird spekuliert, dass die wichtige KI-Firma OpenAI in Zukunft weniger auf Nvidia-Chips setzen könnte. Zwar pflegt OpenAI eine enge Partnerschaft mit Nvidia, kooperiert aber auch mit Broadcom bei der Entwicklung maßgeschneiderter KI-Beschleuniger.
Broadcom gilt auch als Entwicklungspartner von Google bei deren TPU-Chips. Amazon AWS wiederum soll bei seinen hauseigenen KI-Chips Trainium und Inferentia mit Marvell koopieren.
Doch mehr Konkurrenz für Nvidia würde nicht darauf hindeuten, dass der KI-Hype überzogen ist. Sondern mehr Auswahl bei KI-Hardware und dadurch tendenziell sinkende Preise wären positive Signale für die KI-Entwicklung.
(ciw)
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