Jetzt greifen auch BVB und DFB bei Karim Adeyemi (23) durch!
BILD hatte am vergangenen Wochenende enthüllt, dass gegen den Nationalspieler ein Strafbefehl wegen illegalen Waffenbesitzes vorliegt. Die Staatsanwaltschaft belegte Adeyemi mit einer Geldstrafe in Höhe von 450.000 Euro.
Am heutigen Mittwoch bestellte Dortmund-Boss Lars Ricken (49) Adeyemi zum Rapport. In dem Gespräch wurden weitere Folgen für den Spieler vereinbart.
BVB: Adeyemi zum Sozialdienst!
Borussia Dortmund und der DFB haben in enger Abstimmung beschlossen: Adeyemi wird in nächster Zeit die Nordstadtliga in Dortmund besuchen und dort gemeinsame Trainingseinheiten mit Kindern absolvieren. Vor dem Gespräch mit Adeyemi hatte Ricken das weitere Vorgehen zuvor ausführlich mit DFB-Sportdirektor Rudi Völler (65) besprochen.
Die Nordstadtliga ist eine seit 2001 bestehende und über das ganze Jahr laufende Straßenfußballliga für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Dortmunder Norden. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen verschiedener Backgrounds eine sinnvolle und gesunde Freizeitbeschäftigung zu ermöglichen. Das Sozial-Projekt ist eng mit der BVB-Stiftung „Leuchte auf“ verbunden.
Nun hat sich auch Adeyemi erstmals selbst zu seinem Vergehen geäußert.
Der Offensivspieler beteuert: „Ihr habt sicher die Schlagzeilen über mich in den letzten Tagen gesehen. Es fällt mir nicht leicht, darüber zu sprechen: Anfang 2024 habe ich aus Leichtsinn und ohne wirklich drüber nachzudenken, was ich da tat, eine sogenannte „Mystery Box“ im Internet bestellt. Darin befanden sich auch Gegenstände, die waffenrechtlich nicht erlaubt sind. Viele Monate später wurde das Paket zugestellt, und es ist ungeöffnet bei der Polizei gelandet.“
„Empörungskultur“: Adeyemi-Diskussion nach Strafbefehl
Quelle: BILD18.11.2025
Und weiter: „Trotzdem war es ein riesiger Fehler. Einer, der mir sehr leidtut, mich viel gekostet hat und den ich zutiefst bereue. Ich weiß, dass ich in der Öffentlichkeit stehe und eine Vorbildfunktion habe. Der bin ich dabei nicht gerecht geworden. Genau deshalb schmerzt es mich umso mehr, dass ich so leichtsinnig gehandelt habe. Ich habe daraus gelernt, mehr als ich in Worte fassen kann. Und ich verspreche euch, dass ich solche Fehler in Zukunft vermeiden werde. Danke an alle, die mir trotzdem Vertrauen und Unterstützung schenken.“
Ricken erklärt: „Wir haben die Angelegenheit natürlich sehr ernst genommen und konnten inzwischen mit Karim Adeyemi ausführlich und deutlich über sein Verhalten sprechen. Er bereut seinen Fehler zutiefst. Zu berücksichtigen ist aber auch, dass er eine teure Strafe leisten musste, niemand geschädigt wurde und der Spieler auch weiterhin als nicht vorbestraft gilt. Karim Adeyemi hat uns fest versprochen, einen solchen Fehler nicht erneut zu machen. Wir vertrauen ihm, dass er sich daran hält.“