Hörakustik aus Region Hannover

Kartellamt genehmigt neuen Branchen-Riesen

19.11.2025 – 17:33 UhrLesedauer: 1 Min.

Hörgeräte-Anbieter KindVergrößern des Bildes

Die Hörgerätekette Kind (Symbolbild): Die dänische Demant-Gruppe ist durch die Fusion Marktführer in Deutschland. (Quelle: picture alliance / dpa/dpa-bilder)

Die Entscheidung ist gefallen: Die Übernahme der Hörgerätekette Kind durch die dänische Demant-Gruppe ist freigegeben. Der Zusammenschluss schafft den größten Hörakustik-Anbieter Deutschlands.

Das Bundeskartellamt hat am Mittwoch die Übernahme der Hörgerätekette Kind durch die dänische Demant-Gruppe genehmigt. Das teilte die Behörde in Bonn mit. Durch den Zusammenschluss entstehe die größte Hörakustikkette in Deutschland mit rund 1.000 Filialen.

Kind mit Sitz in Großburgwedel bei Hannover betreibt bundesweit etwa 600 Filialen unter der gleichnamigen Marke. Demant verfügt über rund 350 Filialen mit verschiedenen regionalen Marken wie Audika oder Ritter.

Kartellamtschef Andreas Mundt erklärte, in den meisten Städten und Regionen gebe es auch nach der Fusion ausreichenden Wettbewerb durch andere bundesweit tätige Ketten sowie regionale Anbieter. „In 15 regionalen Märkten hatten wir zuletzt noch gewisse Bedenken“, sagte er. Wegen der geringen Größe dieser Märkte erlaube das deutsche Kartellrecht jedoch keine Untersagung des Gesamtvorhabens.

Das Kartellamt verweist auf mehr als 7.000 Hörakustikstandorte in Deutschland. Mit Sonova (Marke: Geers) und Amplifon existieren neben Kind und Demant zwei weitere international tätige Anbieter mit jeweils hoher dreistelliger Standortzahl. Hinzu kommen regionale Ketten, unabhängige Einzelhändler und Optiker-Ketten mit Hörakustik-Angeboten.

Kind und Demant vereinbarten die Übernahme im Juni. Der Name Kind bleibt nach der Übernahme erhalten. Die Eigentümerfamilie Kind zieht sich nach Abschluss der Transaktion aus dem Unternehmen zurück.

Kind betreibt nach eigenen Angaben mehr als 700 Fachgeschäfte im In- und Ausland mit über 3.500 Beschäftigten. Das Unternehmen ist neben Deutschland auch in der Schweiz, Österreich, Luxemburg, Georgien, Aserbaidschan, Polen, Singapur, Armenien und der Ukraine vertreten.