Jonas (1902 bis 1944) war den Angaben zufolge 1935 die erste ordinierte Rabbinerin weltweit. Bereits in der Abschlussarbeit ihres Studiums beschäftigte sie sich mit der Leitfrage „Kann die Frau das rabbinische Amt bekleiden?“.

Anschließend war sie in der Seelsorge und als Religionslehrerin tätig, zeitweise auch in einer Synagoge nicht weit entfernt von der Straße, die nun ihren Namen bekommen soll. Als Rabbinerin arbeitete sie außerdem im Jüdischen Krankenhaus und in verschiedenen liberalen Synagogen Berlins.

Im November 1942 wurde sie ins Konzentrationslager nach Theresienstadt und von dort im Oktober 1944 ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie bald darauf ermordet wurde.

Einen Beschluss zur Benennung der Straße nach Regina Jonas hatte die Bezirksverordnetenversammlung schon im Dezember 2023 gefällt. Das Bezirksamt hatte ihn Ende Mai bestätigt.