09:32 UhrGoldpreis fällt Richtung 4000

goldDie 4000er-Marke rückt beim Gold wieder in den Blick. (Foto: picture alliance / dpa)

Am Rohstoffmarkt verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,3 Prozent auf 63,67 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,2 Prozent fester bei 59,55 Dollar. Die Märkte bewerten die jüngsten US-Vorschläge zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Der Goldpreis gibt nach einem volatilen Handel 0,6 Prozent auf 4055 Dollar je Feinunze nach.

09:16 Uhr“Nvidia geht es gut“: Erleichterung beflügelt Dax

Der Dax startet mit Aufschlägen in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der zur Wochenmitte kaum verändert mit 23.163 Punkten geschlossen hatte, notiert aktuell im Bereich von 23.390 Zählern. „Starke Nvidia-Zahlen sorgen für Erleichterung am Markt“, kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Patrick Dewayne. „Nvidia geht es gut.“

08:58 UhrDeutsche Erzeugerpreise sinken

Der Rückgang der deutschen Erzeugerpreise hat sich im Oktober etwas beschleunigt. Die Hersteller gewerblicher Produkte – von Lebensmitteln bis hin zu Industriegütern – verlangten durchschnittlich 1,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Im September hatte es ein Minus von 1,7 Prozent gegeben. Ökonomen hatten diesmal sogar mit einem Rückgang von 1,9 Prozent gerechnet.

Für die Verbraucher sind das potenziell gute Nachrichten: In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie etwa in den Groß- und Einzelhandel kommen. Sie sind deshalb ein früher Signalgeber für die allgemeine Inflation. Verbraucher mussten im Oktober 2,3 Prozent mehr für Waren und Dienstleistungen bezahlen als ein Jahr zuvor, nachdem die Inflationsrate im September mit 2,4 Prozent den höchsten Stand in diesem Jahr erreicht hatte.

08:39 UhrNovartis setzt sich neue Mittelfristziele

Novartis blickt optimistischer in die Zukunft und setzt sich neue mittelfristige Ziele. Für die Jahre 2025 bis 2030 peilt das Unternehmen nun ein währungsbereinigtes jährliches Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent zu konstanten Wechselkursen an, teilte der Schweizer Pharmakonzern mit. Rückenwind kommt von höheren Umsatzerwartungen für die Schlüsselmedikamente Kisqali und Scemblix. Für das Krebsmittel Kisqali erwartet der Konzern nun einen Spitzenumsatz von mehr als zehn Milliarden Dollar statt wie bisher acht Milliarden. Beim Leukämie-Medikament Scemblix wird das Potenzial nun auf mehr als vier Milliarden Dollar beziffert, eine Milliarde mehr als zuvor. Novartis verfüge damit nun über acht bereits vermarktete Medikamente mit einem Spitzenumsatzpotenzial von jeweils drei bis zehn Milliarden Dollar.

08:22 UhrNvidia bringt Asiens Tech-Aktien wieder auf Kurs

Angeführt von Technologieaktien geht es an den Aktienmärkten in Ostasien teils steil nach oben. Für Zuversicht und Kauflaune sorgen über den Erwartungen ausgefallene Quartalszahlen von Nvidia. Dazu fiel der Ausblick des KI-Flaggschiffs über den kursierenden Schätzungen von Analysten aus. Die Geschäftszahlen waren mit großer Spannung erwartet worden, nachdem zuletzt wiederholt Zweifel über die Gewinnträchtigkeit von KI-Investitionen und Bedenken über eine KI-Blase aufgekommen waren und hoch bewertete Technologietitel belastet hatten. Für die Nvidia-Aktie ging es nachbörslich um 5 Prozent nach oben, die Futures auf die US-Aktienindizes liegen bis zu knapp 2 Prozent im Plus und deuten auf einen positiven Start an der Wall Street später am Tag hin.

In Tokio schießt der Nikkei-Index um 2,8 Prozent auf 49.898 Punkte nach oben, der Kospi in Seoul macht sogar einen Satz um 3,1 Prozent. An beiden Börsen war es allerdings am Dienstag auch zu Rücksetzern in ähnlicher Größenordnung gekommen. Deutlich weniger tut sich an den Börsen in Shanghai und Hongkong mit Gewinnen bis 0,4 Prozent. Im australischen Sydney ist der Handel mit einem Plus von 1,2 Prozent bereits beendet.

In Seoul verteuern sich die Kurse der Nvidia-Zulieferer SK Hynix und Samsung Electronics um 3,0 bzw. 6,2 Prozent, in Tokio geht es für die Halbleiteraktien Advantest um 8,3 und Tokyo Electron um 4,9 Prozent nach oben. Softbank verbessern sich nach den jüngst kräftigen Verlusten um 2,6 Prozent. Die Technologieholding hatte sich im Oktober vollständig von ihrer Beteiligung an Nvidia getrennt.

08:03 UhrIWF warnt vor kriselnden Industriestaaten

Die 20 größten Volkswirtschaften der Welt werden nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bis 2030 nur noch um 2,9 Prozent jährlich wachsen. Das ist das schwächste mittelfristige Wachstum seit der globalen Finanzkrise von 2009. Besonders schlecht fällt die Prognose für die Industriestaaten der G20 aus, zu denen auch Deutschland gehört: Sie sollen 2030 nur um 1,4 Prozent wachsen. In einem Bericht an die G20 warnte der IWF vor Gegenwind durch Protektionismus, politische Unsicherheit und alternde Bevölkerungen in den Industrieländern.

Für 2025 erwartet der IWF ein G20-Wachstum von 3,2 Prozent nach 3,3 Prozent im Vorjahr, das sich 2026 auf drei Prozent abschwächen soll. Die G20-Staatschefs treffen sich am Wochenende in Südafrika, allerdings ohne US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping sowie die Staatschefs von Argentinien und Mexiko. Der IWF mahnte die Länder zur Zusammenarbeit beim Abbau von Handelsbarrieren und forderte klare und transparente handelspolitische Fahrpläne.

07:44 Uhr“Die KI-Geschichte ist immer noch stark“

Mit kräftig steigenden Kursen an Europas Börsen rechnen Händler. Die Erleichterung über starke Nvidia-Geschäftszahlen dürfte auch hierzulande die Börsen treiben. In Asien sind bislang besonders Technologiewerte wie TSMC, SK Hynix und Renesas mit Aufschlägen von 4 bis 6 Prozent gesucht. Ähnlich dürfte es auch mit europäischen Branchenwerten nach oben gehen. Einen marktbreiten Aufschwung erwarten Händler allerdings erst ab Mittag, falls die US-Arbeitsmarktdaten schwach ausfallen sollten. Dies erlaubte der US-Notenbank eine weitere Zinssenkung, die bislang noch offen ist. Die Terminkontrakte auf den Dax notieren am Morgen rund 170 Punkte höher.

„Die KI-Geschichte ist immer noch stark“, sagt Jay Woods, Marktstratege von Freedom Capital Markets. Kritiker weisen allerdings auch nach den Nvidia-Zahlen daraufhin, gute Zahlen bei dem Chip-Produzenten bedeuteten noch lange nicht, dass auch ihre Kunden ihre Investitionen wieder einspielen würden. „Bisher gibt es noch fast jede KI-Anwendung umsonst, erst wenn alles kostenpflichtig ist, wird sich zeigen, wie hoch die Zahlungsbereitschaft auf Kundenseite wirklich ist“, ergänzt ein Stratege.

Etwas im Fokus stehen daneben die Erzeugerpreise aus Deutschland für Oktober. In den USA werden noch diverse Daten nachgeholt wie die Frühindikatoren und Häuserverkäufe. Dazu gibt es weitere Kapitalmarkttage, so bei Siemens Energy und Renk.

07:26 UhrBayer erhält US-Zulassung für Lungenkrebsmedikament

88333668Bayers Pharmabereich liefert ab. (Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Bayer hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für ein neues Lungenkrebsmedikament erhalten. Das Mittel mit dem Markennamen Hyrnuo sei für Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) zugelassen worden, bei denen Mutationen das HER2-Protein betreffen und deren Erkrankung trotz vorheriger Behandlungen fortgeschritten sei, teilte die FDA mit. Das oral einzunehmende Medikament gehört zur Klasse der Kinase-Hemmer, die das Wachstum von Krebszellen blockieren. Der monatliche Listenpreis für Hyrnuo liegt bei 24.000 Dollar.

Die Zulassung basiert auf Studien mit insgesamt 70 Patienten, die Hyrnuo nach vorherigen Krebsbehandlungen erhielten. Bei 71 Prozent von ihnen wirkte das Medikament – die Tumore schrumpften oder verschwanden.

07:09 Uhr“Nvidia liefert erneut eine Meisterklasse in KI-Dominanz“ 

Die asiatischen Börsen legen nach den besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen des Chip-Riesen Nvidia kräftig zu. Der US-Konzern prognostizierte einen Quartalsumsatz deutlich über den Erwartungen der Wall Street und zerstreute damit Befürchtungen über eine Überbewertung im KI-Sektor. „Nvidia hat erneut eine Meisterklasse in KI-Dominanz geliefert“, sagt Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG in Sydney. Die technologielastigen Märkte in Japan, Südkorea und Taiwan führen die Rally an.

In Tokio legt der Nikkei-Index 3,1 Prozent auf 50.034,02 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notiert 1,9 Prozent höher bei 3307,15 Zählern. Der südkoreanische Kospi springt 3,3 Prozent an. Chip-Zulieferer verzeichnen besonders starke Gewinne: TSMC steig um 4,3 Prozent, Samsung Electronics legt 5,1 Prozent zu. Der Shanghai Composite gewinnt 0,4 Prozent auf 3961,71 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steig um 0,3 Prozent auf 4602,83 Punkte.

06:46 UhrYen und Dollar stehen im Fokus

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,2 Prozent auf 157,39 Yen und legt leicht auf 7,1160 Yuan zu. Der Yen hat seit der Wahl von Premierministerin Sanae Takaichi mehr als sechs Prozent an Wert verloren. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent höher bei 0,8070 Franken. Parallel dazu fällt der Euro 0,2 Prozent auf 1,1511 Dollar. Der Dollar-Index, der die Stärke der US-Währung gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, steigt um 0,2 Prozent auf 100,3.

06:34 UhrNvidia überrascht – KI-Spezialchips ausverkauft

Der reißende Absatz der neuesten Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) hat Nvidia zu einem überraschend starken Quartalsergebnis verholfen. Der Umsatz sei im dritten Quartal um 62 Prozent auf 57 Milliarden Dollar gestiegen, teilte der weltgrößte Chipkonzern mit. Der Reingewinn habe ähnlich stark auf 31,91 Milliarden Dollar zugelegt.

„Die Verkaufszahlen für Blackwell-Chips sind unglaublich hoch“, sagte Konzernchef Jensen Huang. Prozessoren für Rechenzentren seien ausverkauft. „Der Bedarf an Rechenleistung wächst exponentiell.“ Für das Schlussquartal 2025 stellte Huang Erlöse von 65 Milliarden Dollar, plus/minus zwei Prozent, in Aussicht. Die Aktien von Nvidia stiegen daraufhin im nachbörslichen Geschäft der Wall Street um zwei Prozent.

06:17 UhrChina tastet Leitzins nicht an

Die chinesische Zentralbank hat ihre Geldpolitik nicht gelockert. Sie beließ den einjährigen Leitzins (LPR) bei 3,0 Prozent. Der fünfjährige Leitzins wurde bei 3,50 Prozent belassen. Ökonomen hatten dies so erwartet. Die meisten neuen und ausstehenden Verbraucherkredite in China basieren auf dem einjährigen LPR, während der Fünfjahressatz die Höhe der Hypothekenzinsen beeinflusst.

Nach einer Reihe schwacher Konjunkturdaten hat der Druck auf die Regierung zugenommen, die Wirtschaft stärker anzuschieben. „Eine Senkung des Leitzinses wäre hilfreich, aber es scheint im Moment keine hohe Kreditnachfrage in der Wirtschaft zu geben“, sagte Analyst Jeremy Zook von Fitch Ratings. „Die politische Verantwortung liegt eher auf der fiskalischen Seite.“ Damit könne die Wirtschaft effektiver gestützt werden.

06:00 UhrErst Bodenbildung, dann Jahresendrally …

Mit einem Stabilisierungsversuch hat der Dax zur Wochenmitte aufgewartet und am Ende mit einem Stand von 23.163 Punkten kaum verändert geschlossen. Am Dienstag war er nur knapp über der 23.100er-Marke aus dem Handel gegangen. Marktteilnehmern zufolge hat die Dynamik der Gewinnmitnahmen spürbar nachgelassen. Ob sich die Börsianer nun aber auf eine Jahresendrally einstellen können, bleibt noch abzuwarten.

Kursimpulse könnten heute sowohl von Konjunktur- als auch Unternehmensseite kommen. So stellt sich etwa der Energietechnikkonzern Siemens Energy sich eine Woche nach der Vorlage der Bilanz 2025 den Fragen der Experten. Vorstandschef Christian Bruch hatte angekündigt, auf dem Capital Market Day noch mehr in die Tiefe der Geschäfte zu gehen. Zudem wird erwartet, dass er weitere Details zu den Mittelfristzielen des Konzerns sagen wird. Dank des weltweit steigenden Stromverbrauchs und der zunehmenden Elektrifizierung rennen die Kunden dem Hersteller von Gas- und Windturbinen die Türen ein.

Am Nachmittag will dann die US-Regierung erstmals nach dem Ende ihres Shutdowns neue Arbeitsmarktdaten veröffentlichen. Für September erwarten Ökonomen einen Stellenzuwachs von 50.000, nach 22.000 im Vormonat. Die Arbeitslosenquote dürfte bei 4,3 Prozent verharren. Die Arbeitsmarktdaten entscheiden neben der Inflationsentwicklung darüber, ob die Notenbank Fed ihren Leitzins im Dezember nochmals senken wird.