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Seit Jahrhunderten ist der 25. November – Sankt Kathrein – im Bauernkalender für die Winter-Prognose entscheidend. Der Tag gilt als wichtiger Wetter-Lostag.

Kassel – Auf einige Bauernregeln ist Verlass, sagen die einen. Andere schmettern Bauernregeln im Zeitalter von Computer und Wetter-Satelliten als Brauchtum ab. Es gibt tausende alte Sprüche, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Ende November gibt es einen wichtigen Wetter-Lostag: den Namenstag der heiligen Katharina oder auch Sankt Kathrein. Am 25. November lässt sich nach überlieferten Bauernregeln sogar das Wetter für den kommenden Februar vorhersagen. Die Trefferquote ist laut Experten erstaunlich hoch.

Bauernregel Archivfoto Bischhausen A44 zugeschneit 2021 die zugeschneite Autobahn A44 zwischen Kassel und Eschwege,Schnee im Winter? Wichtiger Wetter-Lostag im November entscheidet über Witterungsverhältnisse im kommenden Februar (Archivfoto). © Socher/imago

Sankt Kathrein (25. November) kündigte nach den alten Bauernregeln endgültig den Anfang des Winters an. In der frühen Zeit war es die letzte Möglichkeit noch in diesem Jahr zu heiraten. Denn an Kathrein begann das große Adventsfasten bis zur Christmette am Heiligen Abend, klärt das Bistum Regensburg auf. Öffentliche Tanzveranstaltungen waren erst nach dem Ende der kirchlichen Weihnachtszeit am 6. Januar wieder erlaubt.

Aberglaube zum Winteranfang: 25. November nach Bauernregel für Wetter-Vorhersage wichtig

Um nach altem Aberglauben nicht den Zorn der dunklen Mächte zu erregen, sollte man sich möglichst still verhalten. Der 25. November war somit die letzte Chance, zu tanzen und zu feiern. So gibt es einige Sprüche und Redewendungen, die im bäuerlichen Arbeitsjahr fest mit dem Datum verknüpft sind.

Die meisten markanten Sprüche im Bauernkalender zum Namenstag der Heiligen Katharina beziehen sich auf den Wetter-Aspekt. Nach den überlieferten Beobachtungen der Natur lassen sich Rückschlüsse auf das Winter-Wetter ableiten.

Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen solltenPolarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) im Bundesstaat New York.Fotostrecke ansehenHeilige Katharina markiert den Winteranfang nach Bauernweisheiten

Insbesondere auf die Frage „Trocken oder nass“ trifft die Bauernregel mit einer Zuverlässigkeit von 70 Prozent zu, sagte Meteorologe Jurik Müller zum Merkur.de von Ippen.Media schon vor Jahren. Laut dem Wetter-Experten folgte nach Auswertungen von Daten auf trockenes Wetter um den Katharinentag in acht von zehn Fällen ein niederschlagsarmer Februar. Bei Regen am 25. November zeichne sich in sechs von zehn Fällen der Monat Februar tatsächlich durch ein überdurchschnittliches Niederschlagsangebot aus.

Steht ein „Jahrhundert-Winter“ bevor? Wetter am 25. November prognostiziert Wetter im Februar

Bezüglich Sonnenschein gibt es laut dem Wetterportal wetter.de offenbar auch einen entsprechenden Zusammenhang: Auf einen sonnigen 25. November folge ein überdurchschnittlich sonniger Februar. Nach einem trüben 25. November fälle der Februar oft überdurchschnittlich bewölkt oder trübe aus.

Wettervorhersage nach Bauernregeln

Es gibt viele Bauernregeln, die auf jahrhundertelangen Beobachtungen basieren. Sie bieten oft einfache, aber prägnante Wettervorhersagen, die auf bestimmten Kalendertagen, dem Verhalten von Tieren oder dem Zustand der Natur beruhen.

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Vorschaubild für eine Sammlung von Bauernregeln zur Vorhersage des Wetters als kostenloser DownloadMit diesen alten Bauernregeln lässt sich das Wetter vorhersagen. Laden Sie sich die Sammlung herunter. © IPPEN.MEDIAHeilige Katharina starb als Märtyrerin – Namenstag mit Champagner gefeiert

Die heilige Katharina ist unter anderem die Patronin der Mädchen, Jungfrauen, Ehefrauen, der Schulen, Lehrer, Studenten, sowie Philosophen, Anwälte, Schiffer und Näherinnen. In Paris feiern Näherinnen und Schneiderinnen – in Modehäusern auch Cathérinettes genannt – den Namenstag ihrer Schutzheiligen auch heutzutage noch mit einem Glas Champagner. An der Ludwigs-Maximilians-Universität in München halten neu gewählte Rektoren ihre Antrittsrede möglichst am Gedenktag der Heiligen Katharina.

Der Legende nach bekehrte Katharina von Alexandrien um das Jahr 310 die geistige Elite Roms durch überzeugende Argumente zum Christentum. Kaiser Maxentius raste daraufhin vor Wut und lies Katharina auspeitschen und rädern, heißt es bei katholische.de. Engel hätten dann den Leib der Märtyrerin auf den Berg Sinai getragen, wo im 6. Jahrhundert das berühmte Katharinenkloster entstand. Das Wetter an Weihnachten entscheidet nach den Bauernregeln ein Tag im Oktober. Der 100-jährige Kalender legte sich mit einer eisigen Wetter-Prognose fest. (Quelle: Deutscher Wetterdienst, wetter.de, Bistum Regensburg, katholische.de) (ml)