17:38 UhrZinssorgen sind Gift für den Dax

Die schwindende Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung in den USA hat den Dax zum Wochenausklang ins Straucheln gebracht. Der deutsche Leitindex rutschte unter die psychologisch wichtige 23.000-Punkte-Marke und fiel in der Spitze um 1,4 Prozent auf ein Sechs-Monats-Tief von 22.943 Zählern.

„Die Zinssorgen sind auf die Börsenbühne zurückgekehrt“, sagte Christian Henke vom Broker IG. Nach den jüngsten US-Jobdaten seien die Chancen auf eine US-Zinssenkung auf dem FOMC-Meeting am 10. Dezember geringer geworden. Das verdarb den Anlegern nicht nur die Lust auf Aktien, sondern auch auf andere risikoreichere Assets wie etwa Bitcoin. Die Cyber-Devise beschleunigte ihren Ausverkauf und fiel zeitweise unter 81.000 US-Dollar, den tiefsten Stand seit Anfang April.

Der Dax ging mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 23.092 Punkte ins Wochenende. Der EuroStoxx50 notierte 1,2 Prozent tiefer bei 5506 Stellen.

17:02 Uhr“KI-Boom ist erst am Anfang“

Mit dem aktuellen Börsenjahr auf der Zielgeraden lohnt sich schonmal ein Blick aufs kommende Jahr. Läuft der Megatrend KI weiter oder verliert der Boom langsam an Schwung? Und wie steht es um Anleihen, Gold und Co.? Nancy Lanzendörfer wagt mit Oliver Schmidt von der Fondsgesellschaft Metzler Asset Management einen Ausblick.

16:35 UhrUnter Trump „sehen wir Trend der Manipulation von Daten“

„Bei Donald Trump steht nie etwas fest“, erklärt US-Finanzexpertin Sandra Navidi mit Blick auf das Hickhack um US-Notenbankchef Powell. Sie erklärt auch, welche Gefahren bei einer weiteren Zinssenkung zu beachten wären.

16:11 UhrUS-Industrie verliert an Schwung

Die US-Industrie hat im November an Schwung verloren. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel auf 51,9 Punkte von 52,5 Zählern im Oktober, wie der Finanzdienstleister S&P Global zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Ein Wert über 50 signalisiert Wachstum. „Hersteller meldeten eine besorgniserregende Kombination aus einem langsameren Wachstum der Neuaufträge und einem Rekordanstieg der Fertigwarenbestände“, sagte der Chefvolkswirt von S&P Global, Chris Williamson. Dies deute auf eine langsamere Expansion der Produktion in den kommenden Monaten hin, falls sich die Nachfrage nicht belebe.

Der Dienstleistungssektor konnte den Rückgang in der Industrie ausgleichen. Das Barometer für die gesamte Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – stieg auf 54,8 von 54,6 Punkten. Der Optimismus der Unternehmen für das kommende Jahr verbesserte sich den Angaben nach deutlich. Dies wurde auf das Ende der 43-tägigen Haushaltssperre der Regierung („Shutdown“) und die Erwartung weiterer Zinssenkungen zurückgeführt.

16:00 UhrPluszeichen an der Wall Street – kaum noch Hoffnungen auf Fed-Zinssenkung

Trader-Peter-Mancuso-works-on-the-floor-of-the-New-York-Stock-Exchange-Wednesday-Nov-12-2025(Foto: AP)

Zum Wochenschluss erholt sich die Wall Street nach den deutlichen Vortagesverlusten leicht. Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach der Eröffnung 0,4 Prozent auf 45.956 Punkte. Der S&P-500 steigt um 0,5 Prozent und für den Nasdaq-Composite geht es um 0,6 Prozent nach oben. Vor allem der Technologiesektor hatte am Donnerstag kräftige Verluste verzeichnet. Denn trotz des starken Nvidia-Quartalsberichts befürchten viele Investoren, dass die hohen Bewertungen der KI-Unternehmen und ihre weiter aggressiven Ausgabenpläne Anzeichen für eine Blase sein könnten, die irgendwann platzen dürfte. Die Aktien von Nvidia verlieren aber weitere 0,6 Prozent.

Übergeordnet belastet aber weiterhin die Erwartung, dass die US-Notenbank nach dem starken Arbeitsmarktbericht für September am Vortag auf der Dezember-Sitzung wohl keine weitere Zinssenkung beschließen wird.

15:41 UhrFed-Vize kann keine KI-Blase ausmachen

Fed-Vizepräsident Philip Jefferson sieht im aktuellen Boom bei Aktien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) keine Wiederholung der Dotcom-Blase. Anders als Ende der 1990er-Jahre seien die KI-Firmen etabliert und schrieben Gewinne, sagte Jefferson. Einem jüngsten Fed-Bericht zufolge sehen rund 30 Prozent der Befragten eine Stimmungsänderung gegenüber KI als ein erhebliches Risiko für das US-Finanzsystem. Jefferson wies jedoch darauf hin, dass die Begeisterung der Anleger für KI-Firmen vor dem Hintergrund eines „soliden und widerstandsfähigen“ Finanzsystems stattfinde.

Ein weiterer Unterschied zum Dotcom-Boom sei, dass sich die KI-Firmen bisher nicht stark über Kredite finanziert hätten. Die begrenzte Nutzung von Fremdkapital „könnte das Ausmaß verringern, in dem eine Stimmungsänderung gegenüber KI über die Kreditmärkte auf die Gesamtwirtschaft übergreifen könnte“, sagte Jefferson laut Redetext bei einer Konferenz der regionalen Notenbank von Cleveland.

15:13 UhrGoldpreis nähert sich 4000-Dollar-Marke von oben

Auch mit dem Goldpreis ist es nach unten gegangen. Die Feinunze verliert 0,4 Prozent auf 4062 US-Dollar und lag damit nur noch knapp über der 4000er-Marke. „Das Beschäftigungswachstum in den USA hat im September die Erwartungen übertroffen, aber die Arbeitslosenquote ist weiter gestiegen“, sagen die Analysten von ANZ. „Dies unterstreicht die anhaltende Fragilität des Arbeitsmarktes.“ Händler preisen derzeit nur eine Wahrscheinlichkeit von 33 Prozent ein, dass die US-Notenbank die Zinsen im Dezember weiter senken wird.

14:44 UhrÖlpreise fallen deutlich – US-Friedensplan für Ukraine belastet

Angesichts der US-Friedensbemühungen für die Ukraine wurden die Ölpreise belastet. Das Nordseeöl Brent verbilligte sich zeitweise um bis zu 2,3 Prozent auf 61,90 Dollar je Fass. Das US-Öl WTI wurde mit 57,2 Dollar je Fass in der Spitze 2,7 Prozent niedriger gehandelt. Danach erholten sich die Preise etwas, blieben aber im roten Bereich. Die USA drängen auf ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine. Dies könnte die Lockerung von Sanktionen gegen russische Ölkonzerne zur Folge haben, was wiederum das globale Ölangebot erhöhen würde.

14:23 UhrDie Freitage und der Dax – zuletzt eine rote Geschichte

„Es ist wieder Freitag“, blickt ein Marktteilnehmer auf dem deutschen Börsenparkett zurück. Die vergangenen Freitage seien von Umkehrformationen mit Shortdeckungsrallys im späteren Handelsverlauf geprägt gewesen. „Mal schauen, ob das an diesem Freitag auch wieder so ist“, sagte er. Der Dax legte auch heute den Rückwärtsgang ein. Der deutsche Leitindex rutschte zeitweise unter die 23.000-Punkte-Marke erholte sich aber wieder etwas. Gut eine Stunde vor Handelsbeginn an der Wall Street notierte der Dax 0,4 Prozent tiefer bei 23.197 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel um 0,9 Prozent auf 5519 Stellen.

14:02 UhrS&P Global: Wirtschaft des Euroraums wächst solide

Die Eurozonen-Wirtschaft hat ihren soliden Wachstumskurs im November fortgesetzt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – verringerte sich geringfügig auf 52,4 Zähler von 52,5 im Vormonat, wie S&P Global im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Volkswirte hatten einen stabilen Wert von 52,5 Punkte vorhergesagt.

13:40 Uhr Videospielkonzern-Aktie schießt nach oben

Nach besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen schnellen die Aktien des französischen Videospielkonzerns Ubisoft in die Höhe. Die Papiere legen zeitweise um 12,6 Prozent zu. Das Unternehmen legte die Zahlen mit einer Woche Verspätung vor. Grund dafür war laut Ubisoft eine Änderung der Bilanzierungspraktiken. Auf Antrag von Ubisoft setzte Euronext den Handel mit deren Aktien und Anleihen am 13. November aus. Der Handel wurde heute wieder aufgenommen. Ubisofts Nettobuchungen im zweiten Quartal stiegen um 39 Prozent auf 490,8 Millionen Euro und übertrafen damit die Prognose von rund 450 Millionen Euro.

13:13 UhrNeues vom Geldmarkt

Nahezu unverändert zeigen sich die Sätze am Frankfurter Euro-Geldmarkt. Impulse gibt es aktuell nicht. Mit Spannung wird aber auf die kommende Woche geblickt, wenn Inflationsdaten aus den Ländern der Eurozone vorgelegt werden. Diese stehen aber zumeist erst am Freitag an, zusammen mit den diversen BIP-Daten zum dritten Quartal. Am Donnerstag davor wird das Protokoll der jüngsten EZB-Sitzung veröffentlicht. Vorher dürfte es zu keinen Anpassungen bei den Erwartungen an die EZB-Politik kommen.

imago194804631(Foto: IMAGO/Zoonar)

Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 1,90 – 2,07 (1,90 – 2,07), Wochengeld: 1,90 – 2,07 (1,90 – 2,07), 1-Monats-Geld: 1,92 – 2,10 (1,92 – 2,10), 3-Monats-Geld: 2,05 – 2,26 (2,05 – 2,26), 6-Monats-Geld: 2,06 – 2,29 (2,07 – 2,30), 12-Monats-Geld: 2,16 – 2,38 (2,17 – 2,39), Euribors: 20.11. 19.11. 3 Monate: 2,0540 2,0660, 6 Monate: 2,1340 2,1490, 12 Monate: 2,2210 2,2900

12:48 UhrZinssenkungshoffnung schwindet an der Wall Street

8bef7cb6330d57712dce52667f2e3024(Foto: REUTERS)

Zum Wochenschluss dürfte sich die Wall Street nach den deutlichen Vortagesverlusten stabilisieren. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich kaum verändert, der Terminkontrakt auf den Nasdaq-Index verliert 0,2 Prozent. Vor allem der Technologiesektor hatte am Donnerstag kräftige Verluste verzeichnet. Denn trotz des starken Nvidia-Quartalsberichts befürchten viele Investoren, dass die hohen Bewertungen der KI-Unternehmen und ihre weiter aggressiven Ausgabenpläne Anzeichen für eine Blase sein könnten, die irgendwann platzen dürfte. Die Aktien von Nvidia verlieren vorbörslich weitere 1,6 Prozent, Broadcom büßen weitere 0,6 Prozent ein. Vor allem aber belastet weiterhin die Erwartung, dass die US-Notenbank nach dem starken Arbeitsmarktbericht am Vortag auf ihrer Dezember-Sitzung wohl keine weitere Zinssenkung beschließen wird.

Vor diesem Hintergrund dürften auch die nach der Startglocke anstehenden US-Konjunkturdaten genau unter die Lupe genommen werden. Dabei stehen vor allem die Einkaufsmanagerindizes für des verarbeitende und das nicht-verarbeitende Gewerbe für November im Fokus. Dazu kommt der Index der Verbrauchersatimmung der Uni Michigan in zweiter Lesung.

12:25 UhrSiemens-Energy-Aktie stürzt ab

Nach den jüngsten Kursgewinnen machen Anleger bei Siemens Energy Kasse. Die Aktie des Energietechnikkonzerns fällt im Dax um 7,2 Prozent auf 104,05 Euro. Am Donnerstag hatten die Papiere zeitweise noch ein Rekordhoch von 118,15 Euro erklommen. Die Hoffnung auf einen anhaltenden KI-Boom nach den starken Nvidia-Zahlen und die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms trieben die Titel nach oben. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs von Siemens Energy mehr als verdoppelt.

12:01 Uhr“Das war meine Wette“: Sieger verrät seine Anlagetricks

Sebastian Lenth ist der diesjährige Gewinner des Börsenspiels Trader. Im Interview berichtet er über seine Strategie, entscheidende Momente und ob er seine Taktik auch im richtigen Leben anwenden würde.

11:46 UhrChina-Exporte in die USA erreichen Talsohle

Chinas direkte Exporte in die USA scheinen eine weitere vorläufige Talsohle erreicht zu haben, kommentieren die Volkswirte der Citi. Sowohl die Zahl der in die USA ablegenden Containerschiffe als auch die US-Importrechnungen für Seefrachtimporte aus China hätten sich in den vergangenen Wochen stabilisiert, merken sie an. Allerdings habe sich der gesamte Frachtumschlag abgeschwächt, da die hohe Vergleichsbasis zum Tragen gekommen sei, während sich das Exportvolumen im November bisher bei einem Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich gehalten habe, so die Volkswirte. „Wir glauben, dass das Exportwachstum nach dem Rückgang im Oktober im niedrigen einstelligen Bereich positiv werden könnte“, fügen sie hinzu.

11:25 UhrSo nutzen Trader Schwankungen beim Ölpreis 

Der Ölpreis bleibt weiter unter Druck, der Preis pro Barrel trudelt seit Wochen eher abwärts. Dennoch kommt es immer wieder zu kurzfristigen Ausschlägen in die eine oder andere Richtung. Warum der Ölmarkt so schwankungsanfällig ist und wie Trader das gezielt nutzen können, darüber spricht Nancy Lanzendörfer mit Matthias Hüppe von der HSBC.

11:01 UhrBitcoin-Kurs rauscht weiter nach unten

Bitcoin fällt um knapp zehn Prozent Richtung 82.000 US-Dollar. Damit steht die Kryptowährung auf dem tiefsten Stand seit April. Seit dem Allzeithoch Anfang Oktober hat sie mehr als ein Drittel eingebüßt. „Auch Bitcoin leidet unter der Risikoaversion am Markt“, so ein Händler.

„Zu dem negativen Umfeld für Kryptowährungen kommen noch die anhaltenden Fragen zu dem Gesetzentwurf über die Struktur des Kryptomarktes hinzu, an dem im Kongress gearbeitet wird“, urteilen die Analysten der Deutschen Bank mit Blick auf die USA. Da Bitcoin nun mehr als 30 Prozent unter seinem Höchststand liege, gebe es Sorgen über weitere Verkäufe, da Kleinanleger möglicherweise andere Vermögenswerte liquidieren müssten, um Nachschusspflichten zu bedienen, meinen sie.

10:48 UhrUS-Friedensplan für Ukraine drückt Rüstungswerte runter

480039832(Foto: picture alliance/dpa)

Das Bemühen der USA um ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine belastet die Rüstungswerte. Im Dax verlieren Rheinmetall in der Spitze 6,1 Prozent, im MDax geben Renk und Hensoldt zeitweise mehr als neun beziehungsweise sechs Prozent nach. Der europäische Verteidigungsindex notiert 2,8 Prozent schwächer. Auch wenn Europa sich überrumpelt fühle – es könnte sein, dass der Friedensplan tatsächlich erfolgreich sei, sagt ein Händler.

10:31 UhrNeue Termine für wichtige US-Konjunkturdaten sind nun bekannt

Hier noch ein wichtiger Hinweis zu den US-Konjunkturdaten: Das Bureau of Labor Statistics (BLS) hat seinen Kalender für die Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten aktualisiert. Demnach werden die Arbeitsmarktberichte für Oktober und November zusammen am 16. Dezember veröffentlicht. Das bedeutet, dass der am Donnerstag veröffentlichte September-Bericht der letzte vor der Fed-Zinsentscheidung am 10. Dezember war. Weitere Termine: Erzeugerpreise für September (25. November), Importpreise (3. Dezember), Jolts für September gestrichen, Jolts für Oktober (9. Dezember).

10:07 Uhr“Herber Dämpfer“: Deutscher Einkaufsmanagerindex fällt unerwartet stark

Als-Hemmnisse-sehen-die-Unternehmen-neben-dem-Fachkraeftemangel-vor-allem-Buerokratie-hohe-Kosten-und-hohe-EnergiepreiseAls Hemmnisse sehen die Unternehmen neben dem Fachkräftemangel vor allem Bürokratie, hohe Kosten und hohe Energiepreise. (Foto: Lisa Ducret/dpa)

Die deutsche Wirtschaft hat im November überraschend stark an Schwung verloren: Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – fiel um 1,8 auf 52,1 Punkte. Das teilte der Finanzdienstleister S&P Global zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mit. Ökonomen hatten allerdings nur einen leichten Rückgang auf 53,5 Zähler erwartet. „Diese Zahlen sind ein herber Dämpfer für Deutschland“, sagte Chefvolkswirt Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank, die die Umfrage sponsert. Dafür sorgte vor allem die Industrie: Deren Einkaufsmanagerindex fiel um 1,2 auf 48,4 Punkte. Das ist der schlechteste Wert seit einem halben Jahr. „Zwar wurde etwas mehr als im Vormonat produziert, aber die Auftragseingänge sind nach einer Stabilisierung im Oktober stärker zurückgegangen“, sagte de la Rubia.

Auch bei den Dienstleistern läuft es weniger gut. Hier fiel das Barometer um 1,9 auf 52,7 Punkte. Zumindest erhielten die Unternehmen den zweiten Monat hintereinander mehr Neuaufträge. Sie stellten zudem neues Personal ein.

09:47 UhrOpenAI und Foxconn kooperieren bei KI-Hardware

Microsoft-Chef-Satya-Nadella-rechts-im-Bild-war-ein-frueher-Unterstuetzer-von-OpenAI-und-des-Mitgruenders-Sam-AltmanChatGPT von OpenAI feiert in diesem Herbst sein Dreijähriges. (Foto: Barbara Ortutey/AP/dpa)

Foxconn und der ChatGPT-Entwickler OpenAI wollen bei der Entwicklung von Hardware für Künstliche Intelligenz (KI) zusammenarbeiten. Die Kooperation umfasse das Design und die Entwicklung von Racks für Rechenzentren sowie von Komponenten und anderer KI-Hardware, teilte der weltgrößte Elektronik-Auftragsfertiger mit. OpenAI erhalte im Gegenzug frühzeitigen Zugang zur Evaluierung der Systeme und eine Kaufoption. Foxconn wird die Komponenten für die Rechenzentren, zu denen Kabel, Stromversorgungssysteme und Netzwerkausrüstung gehören, in seinen US-Werken herstellen. Damit könnten die Lieferketten gestärkt und mögliche Zölle der US-Regierung umgangen werden.

Die Partnerschaft unterstreicht die wachsende Bedeutung von KI für Foxconn. Der Konzern will in den kommenden drei bis fünf Jahren jährlich zwei bis drei Milliarden Dollar in KI investieren, wie der Vorstandsvorsitzende Young Liu sagte. KI werde den größten Teil der Investitionen ausmachen, erklärte Liu weiter. OpenAI-Chef Sam Altman hatte gesagt, das Start-up wolle 1,4 Billionen Dollar für den Aufbau von Rechenkapazitäten ausgeben. Unabhängig davon kündigte Foxconn zudem ein Joint Venture mit der Alphabet-Tochter Intrinsic an, um Robotik und Automatisierung in der Fertigung voranzutreiben.

09:30 UhrÖlpreise zieht’s abwärts

Die Sorgen um ein Überangebot auf dem Ölmarkt lassen die Preise für Brent und WTI weiter abrutschen. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verbilligen sich um mehr als ein Prozent auf 58,28 Dollar beziehungsweise 62,72 Dollar je Fass. Auf Wochensicht sind die Preise um rund 2,5 Prozent gefallen. Die Bemühungen der USA um ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine könnten eine Lockerung von Sanktionen gegen russischen Ölkonzerne zur Folge haben, was wiederum das globale Ölangebot erhöhen würde. Gleichzeitig dämpft der unklare Zinskurs der US-Notenbank Fed laut Experten die Risikobereitschaft der Anleger. Die Fed wird ihre nächste Zinsentscheidung auf der Sitzung am 9. und 10. Dezember treffen müssen, ohne auf die vollständigen Arbeitsmarktdaten für Oktober zurückgreifen zu können. Der monatliche Bericht ist neben der Inflationsentwicklung eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Gestaltung der Geldpolitik.

09:11 Uhr“Kein gutes Omen“

Der Dax startet sehr schwach in den letzten Handelstag dieser Börsenwoche. Nachdem er das gestrige Geschäft noch fester mit 23.279 Punkten beendet hatte, notiert er aktuell mit Kursen um 22.985 Zähler unter der 23.000er-Marke.

„Die Vorzeichen von Seiten der Wall Street und auch aus Asien sind negativ“, kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Patrick Dewayne und verweist auf das Drehen der US-Börsen im gestrigen Handelsverlauf. „Vor allem KI-Werte litten unter Abgaben“, erklärt er. „Die Skepsis überwiegt und das ist kein gutes Omen für eine heutige Bodenbildung.“

08:58 Uhr“Angst vor KI-Blase ist zurück“

„Die Angst vor der KI-Blase ist zurück“, sagt Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners. Der Nasdaq-100 habe den zweitschwächsten Handelstag seit den Zollturbulenzen im April hinter sich. Ray Dalio von Bridgewater sagt, KI sei „definitiv in einer Blase“, überkauft und überbewertet. Das heiße aber nicht, dass man jetzt verkaufen müsse. Das geldpolitische Umfeld spreche gegen ein Platzen, sagte er bei CNBC.

08:41 UhrTech-Ausverkaufsstimmung an Asien-Börsen

Die Rally des Vortages im Gefolge starker Nvidia-Geschäftszahlen zeigt sich an den asiatischen Börsen zum Wochenschluss als nicht nachhaltig. Händler sprechen von Ausverkaufsstimmung – vor allem im Technologiesektor. Denn die Indizes der Region präsentieren sich tiefrot, sie folgen damit den herben Verlusten der Wall Street – liegen aber zum Teil deutlich darüber. Auch eine verbesserte Wachstumsprognose aus Singapur stützt das Sentiment an den Börsen nicht. Die Sorgen einer Überbewertung des Technologie- und KI-Sektors trotz des Nvidia-Quartalsberichts greifen wieder um sich.

In Asien zählen wie schon zuvor an den US-Börsen Technologiewerte zu den größten Verlierern – technologielastige Indizes wie der südkoreanische Kospi werden daher besonders hart vom Abwärtstrend getroffen. In Japan sinkt der Nikkei 2,3 Prozent auf 48.668 Punkte. In China fällt der Schanghai Composite um 1,6 Prozent und der HSI in Hongkong um 1,9 Prozent. Der Kospi in Südkorea büßt 3,7 Prozent ein.

08:21 UhrMilliardenschwerer Bieterkampf um Warner Bros Discovery 

Die Medienkonzerne Paramount Skydance, Comcast und Netflix haben einem Insider zufolge erste Gebote für eine Übernahme von Warner Bros Discovery abgegeben. Paramount wolle den Konzern inklusive seiner Kabelfernsehsender komplett übernehmen, hieß es weiter. Comcast, die Muttergesellschaft von NBCUniversal, sei an den Film- und Fernsehstudios sowie dem Bezahlsender HBO interessiert. Netflix wiederum habe es auf das Studio- und Streaming-Geschäft abgesehen, um sich Zugang zu Filmreihen wie „Harry Potter“ zu sichern. Warner Bros Discovery hatte zuvor ein Übernahmeangebot in Höhe von 60 Milliarden Dollar abgelehnt und angekündigt, strategische Optionen zu prüfen.

08:03 UhrDax schenkt die 23.000 her

Mit fallenden Kursen rechnen Marktteilnehmer an den europäischen Aktienbörsen für die heutige Eröffnung. Der Dax wird mit 22.985 Punkten errechnet und damit auf dem tiefsten Stand seit Anfang Mai. „Die Lage trübt sich weiter ein“, so ein Marktteilnehmer. Er verweist auf die schwachen Vorlagen der Auslandsbörsen mit dem Fall der Nividia-Aktie und der Nasdaq von deutlichen Plus-Zeichen ins Minus sowie auf die im Handelsverlauf wieder nachlassende Zinssenkungsfantasie in den USA.

Auch aus technischer Sicht trübt sich die Lage weiter ein. Ein Marktanalyst verweist darauf, dass der Dax gestern an der 200-Tage-Linie gescheitert sei. Damit sei der Fall aus der Seitwärts-Box bestätigt worden. In den Blick rücke nun der beschleunigte Hausse-Trend. Er hat im Oktober 2022 begonnen und verläuft aktuell bei 21.800 Punkten. Auf der Oberseite ist die 200-Tagelinie mit dem verbliebenen Rest-Gap unter 23.530 nun als zentraler Widerstand bestätigt worden, eine erste Hürde wird nun bei 23.300 gesehen.

07:44 UhrFed-Bankerin: Beim Zinsthema regiert die Vorsicht

Die neue Chefin der regionalen US-Notenbank von Philadelphia, Anna Paulson, will die nächste Sitzung der Fed nach eigenen Angaben „vorsichtig“ angehen. „Am Rande gesagt, bin ich immer noch etwas besorgter über den Arbeitsmarkt als über die Inflation, aber ich erwarte, dass wir bis zur nächsten Sitzung eine Menge lernen werden“, sagte Paulson. Die Geldpolitik müsse einen schmalen Grat beschreiten, sagte Paulson weiter. Die Inflation sei jedoch auf dem besten Weg, das fünfte Jahr in Folge über dem Ziel von zwei Prozent zu liegen. Paulson ist bei der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) am 9. und 10. Dezember nicht stimmberechtigt, wird aber im kommenden Jahr in das Gremium rotieren. Sie hatte die letzten beiden Zinssenkungen der US-Notenbank Fed mitgetragen.

07:28 UhrT-Mobile-Rivale streicht mehr als 13.000 Stellen

Der US-Mobilfunkanbieter Verizon leitet mit der Streichung von mehr als 13.000 Jobs den größten Stellenabbau seiner Geschichte ein. Ziel sei es, Kosten zu senken und den Konzern umzubauen, teilte das Unternehmen mit. Die Streichungen seien nicht das Ergebnis des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI), hieß es weiter. „Unsere derzeitige Kostenstruktur hindert uns daran, maßgeblich in unser Kundenangebot zu investieren“, so Konzernchef Dan Schulman. Die Verizon-Aktie gab nachbörslich rund ein Prozent nach.

07:09 Uhr“Die Dynamik reichte einfach nicht aus …“

Die Sorge vor einer unsicheren US-Zinspolitik und ein Ausverkauf bei Technologiewerten schicken die asiatischen Aktienmärkte auf Talfahrt. Der Nikkei-Index gibt um 2,1 Prozent auf 48.752,14 Punkte nach, während der breiter gefasste Topix nahezu unverändert bei 3297,03 Zählern notiert. Der Shanghai Composite verliert 1,9 Prozent auf 3857,24 Stellen. Auch in Südkorea geht es um fast vier Prozent abwärts.

Insbesondere in Japan geraten Technologiewerte unter Druck und folgen damit den schwachen Vorgaben der Wall Street. Zu den größten Verlierern im Nikkei zählen Schwergewichte aus dem KI-Sektor wie Advantest mit einem Minus von 9,3 Prozent und die SoftBank Group mit einem Kursrutsch von mehr als zehn Prozent. „Die Märkte hatten eigentlich viel Grund zur Freude“, sagt Kyle Rodda, Analyst bei Capital.com. „Doch die Dynamik reichte einfach nicht aus, um die Rallye fortzusetzen.“ Die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten hatten keine Klarheit über den künftigen Zinskurs der US-Notenbank Fed gebracht. Für Verunsicherung sorgt zudem das neue Konjunkturpaket der japanischen Regierung im Volumen von umgerechnet 135,4 Milliarden Dollar, das Sorgen über die Haushaltslage des Landes schürt.

06:53 UhrJapans Exporte überraschend stark

Japans Exporte sind im Oktober dank einer geringeren Belastung durch US-Zölle und einer robusten Nachfrage aus anderen wichtigen Märkten überraschend stark gestiegen. Die Ausfuhren legten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,6 Prozent zu, wie die Regierung mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 1,1 Prozent gerechnet. Die Lieferungen in die USA sanken zwar um 3,1 Prozent, was jedoch eine deutliche Verbesserung nach fünf Monaten mit Rückgängen im zweistelligen Prozentbereich darstellt. Die Exporte nach China stiegen um 2,1 Prozent, die in das übrige Asien um 4,2 Prozent. Die Ausfuhren in die Europäische Union legten um 9,2 Prozent zu.

06:33 UhrJapans Teuerung heizt Zinsspekulation an

Die Inflation in Japan hat im Oktober wieder an Fahrt gewonnen und liegt damit weiter deutlich über dem Ziel der Notenbank Bank of Japan (BOJ). Die Kernrate der Verbraucherpreise stieg auf 3,0 Prozent, wie die Regierung mitteilte. Im September hatte der Anstieg noch bei 2,9 Prozent gelegen. Ein von der BOJ genau beobachteter Index, der die Preise für frische Lebensmittel und Energie ausklammert, legte von 3,0 auf 3,1 Prozent zu. Die Daten könnten die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung weiter anheizen und werden eine wichtige Rolle bei der nächsten Sitzung der Notenbank am 18. und 19. Dezember spielen.

06:17 UhrDas ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel legt der Dollar zum Yen auf 157,36 Yen und zum Yuan auf 7,1121 Yuan leicht zu. Der Euro notiert nahezu unverändert bei 1,1535 Dollar. Zur Schweizer Währung gibt der Dollar 0,1 Prozent auf 0,8046 Franken nach, während der Euro leicht auf 0,9281 Franken anzieht.

06:00 UhrDax wirft sich über die Linie

Die Börsenwoche hat bislang einiges zu bieten: Für den Dax ging es spürbar abwärts, ehe er sich zur Wochenmitte stabilisierte und gestern dann zulegen konnte. Der deutsche Börsenleitindex beschloss das gestrige Geschäft mit einem Plus von 0,5 Prozent und 23.278 Zählern. Die Erleichterung über starke Nvidia-Zahlen schob ebenso den Markt an wie positiv aufgenommene US-Konjunkturdaten.

Der heutige Wochenausklang dürfte sich indes ruhig gestalten. Auf der Agenda steht lediglich ein Blick auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Und diese hat im November voraussichtlich etwas an Schwung verloren. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – dürfte um 0,4 Punkte auf 53,5 Zähler nachgegeben haben. Damit würde sich das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer aber über der Marke von 50 halten, ab der es ein Wachstum signalisiert.