Braunschweigs Trainer Heiner Backhaus ist enttäuscht

AUDIO: Eintracht-Trainer Backhaus: „Effizienz passt nicht zur Leistung“ (3 Min)

Stand: 21.11.2025 21:22 Uhr

Die Talfahrt von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig geht weiter. Die Niedersachsen verloren am Freitagabend 0:1 (0:0) bei Hertha BSC und rutschten auf einen direkten Abstiegsplatz ab.

von Matthias Heidrich

Die Pleite in Berlin ist die achte Niederlage in den vergangenen neun Ligaspielen für die „Löwen“. Nach dem 0:2 gegen Bochum hatte die Vereinsführung Trainer Heiner Backhaus den Rücken gestärkt. „Ich habe weiterhin großes Vertrauen in die Qualität der Mannschaft und die Überzeugung für unser Trainerteam“, sagte Sportchef Benjamin Kessel vor der Länderspielpause.

„Die Effizienz unserer Mannschaft passt nicht zur Leistung.“

Eintracht-Trainer Heiner Backhaus

Ob ihn die nächste Niederlage und das Abrutschen auf Tabellenplatz 17 umdenken lassen, ist offen. Dagegen spricht die Leistung der „Löwen“ in Berlin, die durchaus für einen Punkt oder Sieg hätte reichen können.

„Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht, aber wir müssen in der ersten Hälfte in Führung gehen. Die Effizienz unserer Mannschaft passt nicht zur Leistung. Du brauchst am Ende Spieler, die den Ball ins Tor schießen“, sagte Backhaus.

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Nkoe hätte das Fan-Schweigegelübde brechen können

Es hätte alles so gut anfangen können für die Braunschweiger. Patrick Nkoe hätte zumindest das Schweigen der 4.000 mitgereisten Eintracht-Fans im Berliner Olympiastadion in den ersten zwölf Minuten brechen können. Doch der Kameruner verpasste in der achten Minute per Kopf am zweiten Pfosten eine hundertprozentige Torchance für die Gäste.

Die Anhänger beider Clubs blieben zu Beginn der Partie ruhig, um damit gegen die geplanten Sicherheitsmaßnahmen der Politik in deutschen Stadien zu demonstrieren. Viel Grund zum Jubeln gab es aber auch nach dem selbst auferlegten Schweigegelübde nicht. Und wenn, dann nur für die Fans der „Löwen“.

Braunschweig im Abschluss zu harmlos

Ihr Team spielte gegen ideenlose Herthaner recht diszipliniert, ließ wenig zu und hatte weitere Chancen zur Führung. Doch zunächst agierte Sidi Sané per Kopf zu zaghaft (43.), ehe Christian Joe Conteh nach einem beherzten Tempolauf den Ball am langen Pfosten vorbeilupfte (45.+1). Weitere Belege, warum die Braunschweiger bei den eigenen „Expected Goals“ Platz 17 im Ligavergleich einnehmen.

Trainer Heiner Backhaus von Eintracht Braunschweig

Trotz der Krise beim Zweitligisten darf der Coach weitermachen. Dabei zeigen die Daten große Probleme in allen Mannschaftsteilen.

Winkler schockt die Eintracht

Aussetzer in der Defensive gehören ebenfalls zum Muster der abstiegsbedrohten Niedersachsen in dieser Saison. In der 56. Minute war es auch in Berlin so weit. Lukas Frenkert und Fabio Di Michele Sanchez leisteten bei Marten Winkler nur Begleitschutz und der Kopfball des Herthaners senkte sich über Ron-Thorben Hoffmann ins Tor der Braunschweiger – 1:0 für den Hauptstadtclub.

Schiedsrichter nimmt Handelfmeter zurück

Bitter für Braunschweig: Kurz vor Schluss pfiff Schiedsrichter Michael Bacher Handelfmeter für die Gäste (85.). Doch nach Ansicht der Fernsehbilder nahm der Referee seine Entscheidung richtigerweise zurück. Der Arm von Linus Gechter war bei der Flanke von Leon Bell Bell ganz eng am Körper angelegt gewesen. Danach war die Moral der „Löwen“ komplett gebrochen.

13. Spieltag, 21.11.2025 18:30 Uhr

T. Ernst – Gechter, Leistner, Marton Dardai, Karbownik (83. Zeefuik) – Demme (83. K. Sessa), Seguin – Winkler (69. Krattenmacher), Cuisance, Reese (90.+6 Kolbe) – Schuler (68. Grönning)

1

R.-T. Hoffmann – Ehlers, Nkoa (81. Heußer), Frenkert (62. Marie) – Aydin (70. Ramsak), Flick, Köhler, Di Michele Sanchez (81. F. Kaufmann) – C. Conteh (81. Polter), Bell Bell – S. Sané

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Weitere Daten zum Spiel