Die Hauptdarsteller des Stückes "Tarzan" verbeugen sich

AUDIO: „Tarzan“ ist wieder da – Gefeiertes Comeback in Hamburg (3 Min)

Stand: 22.11.2025 07:53 Uhr

Alexander Klaws schwingt wieder mit Lendenschurz und Sicherheitsgurt durch die Neue Flora. 17 Jahre nachdem er zum ersten Mal die Hauptrolle im Tarzan-Musical im Theater Neue Flora übernommen hat.

von Petra Volquardsen

Eine Premiere ist es ja streng genommen nicht. Das Musical war schließlich schon einmal in Hamburg und hat hier sogar 2008 seine Deutschlandpremiere gefeiert. Jetzt also das Comeback mit einem guten Bekannten: Alexander Klaws ist zum Show-Start nochmal der Hamburger Tarzan.

Alexander Klaws lächelt dem Betrachter zu

Alexander Klaws ist einer der bekanntesten deutschen Musicalstars. Nun steht er wieder als Tarzan in der Neuen Flora auf der Bühne.

Modernere Version mit magischem Bühnenbild

Da sind sie wieder – die Affen, die durch den Dschungel wirbeln und an Lianen über die Köpfen des Publikums fliegen. Anlass genug für Alexander Klaws, seine Paraderolle hier nochmal zu spielen. „Es gibt keine krassere Rolle, du gehst so an dein Limit und darüber hinaus. Es ist eine Rolle der Superlative und jeden Abend komplett eine neue Reise“, sagt der Schauspieler und Sänger. Das Publikum bekommt eine aufgefrischte, modernere Version zu sehen.

Das Bühnenbild ist zauberhaft: Mit Stoffbahnen und Lichteffekten erscheint mal ein Wasserfall. Mal sieht es so aus, als würden abertausende Glühwürmchen durch die Luft schwirren. Es gibt bunte Pflanzen und Insekten. Die Geschichte ist bekannt. Der Waisenjunge Tarzan wächst bei den Affen auf. Er hängt an der Liane ab und tobt mit den Gorilla-Freunden durch den Dschungel – bis irgendwann ein Expeditionsteam sein Lager im Urwald aufschlägt und Tarzan Jane trifft.

Szenenbild aus dem Musical Tarzan: Ein Mann mit langen Haaren und Lendenschurz schwingt ein einem Seil, im Hintergrund Grün.

Nach aufwendigen Bühnenarbeiten und Proben: Am 20. November feiert das Musical erneut Premiere in der Neuen Flora in Hamburg.

Highlight der Show ist die Luftakrobatik

42 Jahre alt ist Alexander Klaws inzwischen – und absolut durchtrainiert. Im Lendenschurz und mit langen offenen Haaren – nicht wie früher mit Dreadlocks – ist er ständig in Bewegung. Um die typischen Affenbewegungen möglichst echt hinzubekommen, haben die Darstellerinnen und Darsteller lange geprobt. Eine Figur, die viele noch aus dem Film kennen, fehlt in der aufgefrischten Version. Janes Vater, der Professor, wurde aus der Handlung gestrichen. Jane selbst leitet jetzt die Expedition. „Ich finde das hat die Frauenrolle stärker gemacht und das ist schön“, fand eine Besucherin.

Neu auf der Tarzan-Bühne ist eine riesige fleischfressende Pflanze. Das absolute Highlight aber ist Luftakrobatik: Die Darstellerinnen und Darsteller fliegen nicht nur über die Bühne, sondern immer wieder auch von der Decke oder von einer Seite des Zuschauerraums zur anderen. „Man weiß gar nicht, wo man zuerst hingucken soll“, meinte ein Zuschauer hinterher. Die Flugszenen sieht man übrigens von den hinteren Plätzen besser als von ganz vorn. So fiel das Resümee bei vielen am Ende ziemlich deutlich aus: „Es war unglaublich. Die ganze Atmosphäre, die Stimmung, die Stimmen, wie sie diese Gorillas imitiert haben. Es ist super schön.“

Bühnenaufbau für das Musical "Tarzan".

Nach mehr als zehn Jahren kehrt das Musical „Tarzan“ nach Hamburg zurück – ein technischer Kraftakt. Denn die Bühne gilt als eine der aufwendigsten.

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