
AUDIO: AfD-Parteitag: Leif-Erik Holm als Ministerpräsidentenkandidat nominiert (3 Min)
Stand: 22.11.2025 13:18 Uhr
In Demmin hat die Landes-AfD am Sonnabend eine weitere Weiche für den Landtagswahlkampf gestellt. Der Co-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Leif-Erik Holm soll für seine Partei im kommenden Jahr das Rennen machen.
Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern hat den Bundestagsabgeordneten und Co-Landeschef Leif-Erik Holm als Ministerpräsidentenkandidaten für die Landtagswahl im kommenden Jahr nominiert. Bei der Abstimmung auf einem Landesparteitag in Demmin mit 250 Delegierten wurde der 55-Jährige einstimmig mit wenigen Enthaltungen zum Bewerber für das Amt des Regierungschefs ernannt. „Wir wollen die Alleinregierung in Mecklenburg-Vorpommern. Das ist unser großes Ziel“, sagte Holm. Die Partei sei bereits dicht dran. Der studierte Volkswirt verwies auf Umfrageergebnisse, die die AfD in MV zuletzt bei 38 Prozent sahen – mehr als eine Verdopplung im Vergleich zur Landtagswahl 2021. Die SPD der regierenden Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wäre laut einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR mit 19 Prozent in der Wählergunst nur noch halb so stark wie bei der vergangenen Wahl.

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In Neumünster in SH treffen sich CDU und die Grünen, die Landes-SPD lädt zu einer Schleswig-Holstein-Konferenz. Personalentscheidungen gibt es bei der AfD in Hamburg und in MV.
Partei fährt eine doppelte Strategie
Holm setzt auf den Gewinn eines Direktmandats im Wahlkreis Schwerin – also in direkter Konkurrenz zu Manuela Schwesig. Auf der Landesliste der AfD kandidiert er nicht. Dort will sein Co-Vorsitzender Enrico Schult auf Listenplatz 1, Schult wäre damit formal Spitzenkandidat. Die AfD fährt eine doppelte Strategie: Sie will im Wahlkampf von der Bekanntheit Holms profitieren. Wenn er verliert, bleibt er weiter im Bundestag. Von der zwei Wochen vorher stattfindenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt verspricht sich Holm 2026 auch Rückenwind für MV. Als eine seiner ersten Amtshandlungen als Ministerpräsident kündigte Holm, selbst ehemaliger Radiomoderator, die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrages an. Er verband diese Ankündigung mit Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Vorbereitungen für den Landtagswahlkampf
Insgesamt sieht sich die AfD gut vorbereitet auf den Landtagswahlkampf – man habe genügend Geld, insgesamt wohl Million Euro, auch durch die staatliche Wahlkampf-Finanzierung, vor allem aber durch immer mehr Mitglieder. Die Zahl ist nach eigenen Angaben auf 2.600 gestiegen. Der Antrag, am Sonnabend auch einen Generalsekretär zu bestimmen, scheiterte aber.

Der Parteilose nennt gesundheitliche Gründe. Gegen ihn läuft ein Prozess wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und Untreue.

Die beiden Ex-Koalitionspartner haben ihre Kandidaten für die 36 Wahlkreise bestimmt. Der älteste ist 71, der jüngste 30 Jahre alt.

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Als Spitzenkandidatin für die Landtagswahl soll die Bundestagsabgeordnete die zerstrittenen Grünen wieder einen.

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Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 22.11.2025 | 08:00 Uhr