Newsblog zur US-Politik

USA warnen vor Flügen über Venezuela

Aktualisiert am 22.11.2025 – 19:17 UhrLesedauer: 13 Min.

Eine F-35 im Flug: Die USA patroullieren nahe Venezuela mit Kampfjets und Schiffen. (Archivbild)Vergrößern des Bildes

Eine F-35 im Flug: Die USA patroullieren nahe Venezuela mit Kampfjets und Schiffen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Nina Padalko/imago)

Ghislaine Maxwell möchte nicht vor dem Repräsentantenhaus aussagen. Die USA warnen Airlines vor Flügen über Venezuela. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Der US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. zweifelt wissenschaftliche Erkenntnisse an und schließt einen Zusammenhang zwischen Autismus und Impfungen nicht aus. Obwohl die These, Impfungen könnten Autismus auslösen, wissenschaftlich widerlegt ist, behauptet er nun, dies sei wissenschaftlich nicht gestützt. „Die ganze Geschichte, dass „Impfstoffe getestet wurden und diese Entscheidung getroffen wurde“, ist einfach eine Lüge“, sagte der Minister der „New York Times“.

Kennedy erklärte auch, dass er die ihm unterstellte Gesundheitsbehörde CDC persönlich angewiesen habe, auf ihrer Website eine mögliche Verbindung zwischen Autismus und Impfungen nicht auszuschließen. Kennedy, der schon lange als Impfkritiker gilt, gestand ein, dass großangelegte epidemiologische Studien zum Masern-, Mumps- und Rötelnimpfstoff keinen Zusammenhang mit Autismus festgestellt hätten. Es gebe jedoch Lücken in der Wissenschaft zur Impfstoffsicherheit, behauptete er.

Der republikanische US-Senator Bill Cassidy schrieb auf der Plattform X, er sei Arzt und habe Menschen an Krankheiten sterben sehen, die durch Impfungen hätten verhindert werden können. „Was Eltern jetzt hören müssen, ist, dass Impfstoffe gegen Masern, Kinderlähmung, Hepatitis B und andere Kinderkrankheiten sicher und wirksam sind und keinen Autismus verursachen werden.“ Alle Statements, die dem widersprächen, seien „falsch“ und „unverantwortlich“.

US-Präsident Donald Trump fordert die Abschiebung von im Bundesstaat Minnesota lebenden Somaliern. „Als Präsident der Vereinigten Staaten beende ich hiermit mit sofortiger Wirkung das Programm für vorübergehenden Schutzstatus (TPS) für Somalier in Minnesota“, verkündete Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social am Freitagabend (Ortszeit).

Der Bundesstaat sei „unter Gouverneur Waltz ein Zentrum betrügerischer Geldwäscheaktivitäten“, und somalische Banden terrorisierten die Bevölkerung, hieß es. „Schickt sie zurück, woher sie gekommen sind. Es ist vorbei!“, schloss Trump. Konkreter begründete Trump seine Anschuldigungen gegen die somalische Gemeinde in Minnesota nicht.

Der TPS-Status schützt Migranten für eine gewisse Zeit vor der Abschiebung in politisch instabile Herkunftsländer und kann nach Ablauf der jeweiligen Geltungsdauer verlängert werden. Zuletzt hatte die US-Regierung allerdings das Programm für Bürger unter anderem aus Afghanistan, Venezuela, Syrien und dem Südsudan beendet. Minnesotas Gouverneur Tim Walz – in Trumps Post falsch mit „t“ geschrieben – bezeichnete es auf X als „nicht überraschend“, dass der Präsident mit seiner Einlassung eine gesamte Bevölkerungsgruppe ins Visier nehme. „Das ist das, was er tut, um vom Thema abzulenken“, schrieb der Demokrat.