Itten lobt die Mentalität

Und sie war vor allem sichtbar, denn die Rheinländer überzeugten im Kellerduell gegen Magdeburg erneut überhaupt nicht und taten sich enorm schwer. Die Gäste hatte mehr vom Spiel, agierten aber nicht zwingend genug. Trotzdem hatte Fortuna in der Summe gute Chancen, um die Partie frühzeitig auf ihre Seite zu ziehen. „Es war ein offenes Spiel. Wir sind 1:0 in Führung gegangen, und dann hatte man das Gefühl, dass wir das Spiel nur noch nach Hause bringen wollten. Wir haben die Umschaltsituationen ein-, zweimal nicht optimal ausgespielt“, sagte Itten.

Magdeburg habe Druck machen und gewinnen müssen, ergänzte er. „Wir wollten das Spiel dann durchdrücken, das ist uns aber nicht gelungen. Stattdessen haben wir das 1:1 bekommen“, haderte der Schweizer, lobte sein Team aber dafür, dass es nach dem Ausgleich tatsächlich nochmal eine Schippe drauflegte: „Die Reaktion zeigt, dass die Mannschaft lebt und dass die Mentalität da ist. Sinnbildlich dafür war der Sprint von Christopher Lenz, der eingewechselt wird und als Linksverteidiger über 90 Meter den Torwart von Magdeburg anläuft. Das war das Zeichen für das gesamte Team, dass wir dieses Spiel noch gewinnen.“

Itten: „Wollte die guten Gefühle hierher nehmen“

Fortuna gewann tatsächlich – vor allem dank Itten, der noch vor dem Magdeburg-Spiel das Gespräch mit den Kollegen gesucht und ihnen eine simple Bitte mitgeteilt hatte. „Ich habe den Jungs gesagt: Bringt die Bälle einfach häufiger rein, ich bin da und warte auf sie“, berichtete der Angreifer. Und nach der erfolgreichen WM-Qualifikation setzte er genau das um, was er sich vorgenommen hatte. „Ich habe mich darüber gefreut, zurück bei Fortuna zu sein. Natürlich war das letzte Wochenende ein tolles Erlebnis, und es ist es toll, wenn man sich mit seinem Land für eine WM qualifiziert. Teil davon zu sein, ist super und gibt einem gute Gefühle. Die wollte ich mit nach Düsseldorf nehmen, und das ist mir gut gelungen.“

Definitiv sogar, sonst hätte er seinen Arbeitstag nicht als „Man of the Match“ beendet. Das wusste auch Vorlagengeber und Journalismus-Kenner Muslija ganz genau.