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Deutschland erlebt extreme Novemberkälte mit Rekordwerten, gefolgt von Schnee, Eisregen und kurzzeitiger Milderung. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Eine außergewöhnlich strenge Kälte hat in der zweiten Novemberhälfte große Teile Deutschlands fest im Griff. Wie seit Tagen angekündigt, brachte die Nacht auf Samstag (22. November) einen markanten Temperatursturz, der selbst für tiefsten Hochwinter beeindruckend wäre. Der Rekordhalter dieser Kältewelle ist der Ort Meßstetten in Baden-Württemberg.

Die Wetterlage am Sonntag (23. November). Schneefront aus Westen: Ab Sonntagnachmittag (23. November) wird es glatt auf Deutschlands Straßen. © METEORED/www.daswetter.com

Dort sank die Temperatur in zwei Metern Höhe auf –17,6 Grad, während direkt über dem Erdboden eisige –20,4 Grad gemessen wurden. Solche Werte sind sonst typisch für Januar oder Februar und zeigen, wie außergewöhnlich stark der Kälteeinbruch in diesem Jahr ausfällt. Der Samstag präsentierte sich dennoch von seiner freundlichen Seite: Ein Hochdruckgebiet sorgte verbreitet für viel Sonnenschein, trockene Luft und glasklare Sichtverhältnisse – ein winterlicher Traumtag mitten im November.

Wetter am Wochenende: Zweiter Frostschwerpunkt und aufziehende Gefahren

Auch der Sonntag (23. November) startet erneut mit gefährlich tiefen Temperaturen. Über Schneeflächen sind in der Früh nochmals Werte um –20 Grad möglich, bevor sich im Tagesverlauf erste Veränderungen ankündigen. Aus Westen ziehen kompakte Wolkenfelder auf, die bereits ab Sonntagnachmittag zwischen Nordsee und Schwarzwald für aufkommenden Schneefall sorgen.

Im weiteren Verlauf steigt die Gefahr von gefrierendem Regen deutlich an. Besonders kritisch dürfte die Nacht auf Montag werden, wenn im Süden Deutschlands eine markante Eisregenlage droht. Dabei können selbst dünne Eisschichten binnen Minuten Straßen und Gehwege spiegelglatt machen. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten äußerste Vorsicht walten lassen.

Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen solltenPolarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) im Bundesstaat New York.Fotostrecke ansehenKurze Wetter-Milderung – danach Rückkehr der Kälte

Mit dem einsetzenden Eisregen gelangt vorübergehend mildere Luft nach Deutschland. Während die Tageshöchstwerte am Wochenende meist noch um 0 Grad liegen, sind am Montag (24. November) im Westen bereits 7 bis 8 Grad möglich. Diese Wetterberuhigung hält jedoch nicht lange an.

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Im weiteren Verlauf der kommenden Woche strömt erneut kältere Luft ein, sodass die Temperaturen wieder fallen und winterliche Bedingungen zurückkehren. Ob sich daraus eine länger anhaltende Kältephase entwickelt oder ein erneuter Wetter-Wechsel zwischen Frost und milderen Abschnitten folgt, bleibt zunächst offen – sicher ist jedoch: Der Winter macht in diesem November ernst.