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Ein Hersteller startet einen Salami-Rückruf. Das Produkt wurde auch bei Rewe und Edeka verkauft.Ein Hersteller startet einen Salami-Rückruf. Das Produkt wurde auch bei Rewe und Edeka verkauft. © IMAGO/Martin Wagner

Rückruf eines Wurstaufschnitts: Gefährliche Bakterien wurden nachgewiesen, die ernste Gesundheitsprobleme verursachen können.

Kassel – Wer einen Blick in den Kühlschrank wirft, sollte jetzt genauer hinschauen. Ein Wurstaufschnitt aus Baden-Württemberg wird wegen gefährlicher Bakterien zurückgerufen. Die Erreger können zu blutigen Durchfällen und sogar Nierenversagen führen.

Die Haussalami der Franz Bock GmbH befindet sich in einem Rückruf.Die Haussalami der Franz Bock GmbH befindet sich in einem Rückruf. © Franz Bock GmbH

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt vor dem Verzehr einer Salami des Herstellers Franz Bock GmbH. Vom Rückruf betroffen ist die „Haussalami geschnitten“ in der 100-Gramm-Packung. Der Hersteller selbst warnt in einer Mitteilung vor einem „möglichen Gesundheitsrisiko“.

Wurst-Rückruf bei Edeka und Rewe: Diese Salami ist betroffen

Das betroffene Produkt im Überblick:

Haussalami geschnitten 100-Gramm Franz Bock GmbH CN5304; CN5311 25.11.2025; 26.11.2025; 27.11.2025; 28.11.2025; 01.12.2025; 02.12.2025; 03.12.2025; 04.12.2025; 05.12.2025; 09.12.2025; 10.12.2025 BW EV 01707 EG

Grund für den Rückruf ist der Nachweis von Shigatoxin bildenden Escherichia coli (STEC). Laut Bundesinstitut für Risikobewertung enthalten die Bakterien ein starkes Zellgift, das zu einer schweren Infektion mit Magen-Darm-Beschwerden führen kann. Dazu zählen (blutiger) Durchfall, Bauchkrämpfe sowie das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), was Nierenversagen auslösen kann. Der Verzehr eines verunreinigten Lebensmittels bis zum Ausbruch der Infektion dauert meist drei bis vier Tage.

Wurst-Rückruf: Salami auch bei Rewe und Edeka verkauft

Verkauft wurde die Salami ausschließlich in Baden-Württemberg. Die Wurst wurde dem Hersteller zufolge bei Edeka, Rewe sowie in kleineren Hofläden, Dorfläden und Bäckereien im Großraum Stuttgart vertrieben. Kunden, die das vom Rückruf betroffene Produkt bereits gekauft haben, sollten dieses nicht verzehren. „Bringen Sie das Produkt bitte in ihre Verkaufsstelle, wo Ihnen der Kaufpreis erstattet wird“, so der Hersteller. Ein Kassenbon ist dafür nicht nötig.

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Wer die Salami bereits gegessen hat und Symptome wie Übelkeit, Fieber oder Durchfall entwickelt, soll sich umgehend an eine Ärztin oder einen Arzt wenden. Besonders Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem gelten als gefährdet.

Immer wieder sorgen Lebensmittelrückrufe für Aufsehen. Erst kürzlich wurde Milka-Schokolade zurückgerufen. Es drohten innere Verletzungen. Derweil befand sich bei Aldi ein Asia-Produkt in einem Rückruf. (Quellen: lebensmittelwarnung.de, Mitteilung des Herstellers, Bundesinstitut für Risikobewertung) (kas)