Claudia Esser, die sich seit 2009 im Pfarreirat von St. Agatha und seit 2013 als deren Vorsitzende engagiert, ist es ein Anliegen, an einer zukunftsfähigen Kirche mitzuwirken. „Wir wollen konstruktiv und wertschätzend zusammenarbeiten und dabei über den Tellerrand schauen, um gemeinsam die Kirche nach vorn zu bringen und dabei viele Menschen mit ins Boot zu nehmen“, sagt die 51-jährige Diplom-Ingenieurin, die freiberuflich als Illustratorin tätig ist.
Franz Klein-Wiele ist seit vielen Jahren in der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Kirchhellen unter anderem im Pfarreirat und in der Firmvorbereitung sowie bei innovativen Projekten aktiv. „Kirche wandelt sich. Dabei ist es wichtig, weiter offen für neues zu sein, auch über die eigenen Stadtgrenzen hinweg“, fasst der 62-jährige Tischlermeister, der in den Werkstätten für Modellbau und Prototypen der Hochschule Düsseldorf tätig ist, seine Motivation fürs Leitungsteam zusammen. Zahlreiche Erfahrungen bringt er dabei mit, denn Kirchhellen gehört zum Bistum Münster und ist ein Ortsteil der Stadt Bottrop, die wiederum zum Bistum Essen gehört. „Für uns ist es selbstverständlich, über Stadt- und Bistumsgrenzen hinweg gemeinsam zu arbeiten“, erklärt er.
Wie im Statut vorgesehen, wird mit Franz-Hermann Lürken ein beratendes Mitglied zum neuen Leitungsteam hinzugezogen. Der 71-Jährige engagiert sich im Pfarreirat sowie als Vorsitzender des Beauftragtenteams für die Pfarreileitung in seiner Pfarrei St. Matthäus Wulfen. „Auf die Zukunft hin sehe ich die dringende Notwendigkeit, in den Pastoralen Räumen zusammenzuarbeiten. Denn wir können nicht mehr alles allein leisten“, ist er überzeugt.
Das Leitungsteam fördert unter anderem die Zusammenarbeit aller Engagierten im Pastoralen Raum. Es verantwortet die pastoral-strategische Ausrichtung, vernetzt, wo im Hinblick auf die Pastoralstrategie sinnvoll, Akteure und stärkt dabei die Selbstorganisation und Eigenverantwortung. Das Leitungsteam steuert die personalen und finanziellen Ressourcen des Pastoralen Raumes und sorgt für die Kommunikation der verschiedenen Akteure auf der Ebene des Pastoralen Raumes. Darin soll das Team von einer Verwaltungsleitung unterstützt werden.
Die neue Struktur im Bistum Münster setzt auf eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den Pfarreien. Ziel ist es, die Kirche zukunftsfähig zu gestalten und den Herausforderungen – sinkende Priester- und Mitgliederzahlen sowie begrenzte Ressourcen – mit neuen Ideen und gemeinschaftlichem Engagement zu begegnen. Die Amtszeit des Leitungsteams beträgt vier Jahre.
Michaela Kiepe