DruckenTeilen
Eine Großbäckerei aus Mecklenburg-Vorpommern ist insolvent. (Symbolbild) © Jan Woitas/dpa
Die Pleitewelle trifft auch viele Bäckereien. Nun ist eine Bäckereikette mit über 50 Filialen und mehr als 400 Mitarbeitern insolvent.
Waren – Einer großen Bäckereikette in Mecklenburg-Vorpommern droht die Zahlungsunfähigkeit: Die Mecklenburger Backstuben GmbH hat mehreren Medienberichten zufolge beim Amtsgericht Neubrandenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Ein Sachverwalter wurde bestellt.
Großbäckerei insolvent: Mehr als 50 Filialen betroffen
Bei einer Insolvenz in Eigenverwaltung behält die Unternehmensleitung ihre Handlungsfähigkeit und kann ihre Probleme selbst in die Hand nehmen. Diese Form der Sanierung stehe Betrieben offen, die „einen operativ gesunden Kern haben und sich frühzeitig um eine Sanierung bemühen“, teilte das Unternehmen laut NDR mit. Die Gehaltszahlungen seien durch das Insolvenzgeld bis Januar abgesichert, die Filialen bleiben geöffnet.
Die Mecklenburger Backstuben gibt es seit 40 Jahren. Die Großbäckerei betreibt in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg 55 Filialen und hat 410 Mitarbeiter. Eine Stammkundin einer Schweriner Filiale sagte dem Nordkurier: „Ich hoffe sehr, dass diese Filiale bleibt. Man kennt die Gesichter, man wird immer freundlich begrüßt. Es wäre ein Verlust, wenn diese Normalität aus meinem Alltag verschwände.“
Anfang des Jahres musste die Bäckerei 50 Mitarbeitern kündigen
Noch ist die Zukunft der Großbäckerei und ihrer Filialen ungewiss. Schon Anfang des Jahres musste das Unternehmen mit Problemen kämpfen und umstrukturieren, 50 Mitarbeiter aus der Tiefkühlproduktion wurde gekündigt. „Vor allem Personal-, Energie- und Einkaufskosten sind teils in einem Ausmaß gestiegen, das sich nicht ohne Weiteres an die Kunden und Partner weitergeben lässt“, sagte dazu Rechtsanwalt Nils Krause der Bild-Zeitung zufolge. Die Geschäftsleitung setzt aber laut NDR darauf, dass es in der Insolvenz keine weiteren Kündigungen geben wird. Der Sanierungsplan siehe eine Optimierung der Kostenstrukturen, Prozesse und Liquiditätsplanung vor. Quellen: NDR, Nordkurier, Bild