Böcker-Giannini war am Samstag bei der Listenaufstellung der SPD in Reinickendorf für die Berlin-Wahl im kommenden Jahr gescheitert: Bei der Wahl zum aussichtsreichen Listenplatz 3 unterlag sie deutlich gegen Laurence Stroedter. Ihr bleibt damit nur die Direktkandidatur für das Abgeordnetenhaus, allerdings dürften ihre Chancen in der CDU-Hochburg Reinickendorf gering sein.
Hikel hatte vor kurzem angekündigt, nicht erneut als Spitzenkandidat der SPD für das Amt des Neuköllner Bezirksbürgermeisters anzutreten. Bei einer Wahlversammlung Anfang November hatte er 68,5 Prozent der Stimmen bekommen – aus Hikels Sicht zu wenig Unterstützung, um eine weitere Amtszeit im Neuköllner Rathaus anzustreben.
„Beide Vorgänge zeigen, dass wir innerhalb der Gremien der Partei den versprochenen Wandel, und damit den Auftrag der Mitglieder, nicht mehr glaubhaft umsetzen können, da dieser Kurs, den die Mitglieder wünschen, nicht von der Funktionärsebene mitgetragen wird“, schreiben Hikel und Böcker-Giannini nun zur Begründung ihres Rücktritts.