
Der 1. FC Nürnberg befindet sich in der 2. Fußball-Bundesliga weiter im Aufwind. Nach dem glatten Heimerfolg über Arminia Bielefeld sind die Franken seit sechs Partien ungeschlagen.
Nach einer belanglosen ersten Halbzeit machte der „Club“ am Sonntag innerhalb weniger Minuten nach dem Wiederanpfiff den 2:0 (0:0)-Sieg klar und rangiert in der Tabelle nun auf dem 9. Platz, direkt oberhalb der Arminia.
„Ich habe schon in der Länderspielpause gemerkt, dass eine super Gemeinschaft und Dynamik in der Mannschaft ist und, dass wir fantastisch trainiert haben. Genau so wie ich mir das auch vorstelle. Das hat man dann heute über weite Teile im Spiel auch gesehen, wir waren sofort da, wir waren griffig gegen den Ball und das hat uns dann geholfen, das Spiel heute zu gewinnen“, analysierte der rundum zufriedene Nürnberg-Trainer Miroslav Klose im Sportschau-Interview.
Nürnberg und Bielefeld wieder stabilisiert
Beide Teams lagen vor der Partie im Mittelfeld, mit ähnlichen Vorzeichen. Die Nürnberger fingen sich nach einem grottigen Saisonstart, hatten seit fünf Partien nicht mehr verloren und schielen langsam wieder in höhere Regionen. Aufsteiger Bielefeld konnte sich nach einem Zwischentief mit jüngst drei ungeschlagenen Spielen wieder stabilisieren und hofft zumindest auf eine sorgenfreie Saison im Mittelfeld.
Der Aufsteiger setzte auch den ersten Akzent im Max-Morlock-Stadion: Eine gefährliche Hereingabe von Joel Grodowski an den Fünfer konnte FCN-Schlussmann Jan Reichert rechtzeitig abfangen (4. Minute). Grundsätzlich aber agierten die Gäste defensiv, in die eigene Hälfte zurückgezogen und stellten die Nürnberger damit zunächst vor eine größere Herausforderung. Nur Berkay Yilmaz sorgte mit einem Distanzschuss für größere Gefahr, der Schuss aufs Bielefelder Tor zischte aber einen halben Meter am Kreuzeck vorbei (18.). In der Folge belagerten die Nürnberger phasenweise den Bielefelder Strafraum, kamen aber kaum in abschlussreife Positionen.
Wenig Spannendes auf dem Nürnberger Rasen
Alleine die Fans sorgten auf den Rängen für mächtig Stimmung, vielleicht aber auch nur, um sich im eiskalten Nürnberger Stadion aufzuwärmen. Auf dem Rasen jedenfalls tat sich wenig bis nichts. Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte Nürnbergs Rafael Lubach die bis dato beste Chance der Partie, scheiterte mit seinem Schuss aus 14 Metern aber am schnell reagierenden Jonas Kersken im Bielefelder Tor (45.+1), der den Ball um den Pfosten lenkte.
Nürnberger Doppelschlag nach der Pause
Dafür startete die zweite Hälfte mit einem Paukenschlag. Bielefelds Kapitän Maël Corboz traf Finn Becker abseits des Geschehens im Strafraum am Knöchel und Schiedsrichter Robert Schröder zeigte wenig später auf den Punkt. Lubach verwandelte den Strafstoß der Witterung entsprechend eiskalt und halbhoch ins linke Eck (49.). Der Startschuss für Nürnberger Festminuten: Der „Club“ schnürte die Arminia jetzt förmlich ein und Becker brachte den Ball von der rechten Seite aus zwölf Metern zum 2:0 in der kurzen Ecke unter (56.).
„Club“ verwaltet Vorsprung gegen Arminia
In der Folge verwalteten die Gastgeber den Vorsprung, verschanzten sich am eigenen Sechzehner. Bielefeld erhöhte den Druck, kam aber angesichts der Nürnberger Defensiv-Präsenz kaum dazu, Torchancen zu kreieren. Trotz fast pausenlosen Anrennens gelang den Gästen kein Tor mehr. Die größte Gelegenheit, das Blatt noch zu wenden, vergab Leon Schneider, dessen Schuss aus 12 Metern an die Latte krachte (89.).
„Wir sind eigentlich erst nach dem 2:0 wach geworden“, meinte Bielefelds Trainer Mitch Kniat nach der Partie gegenüber der Sportschau und vermutete, dass „am Ende die Überzeugung gefehlt“ habe, um die Partie bei zwei Toren Rückstand noch zu drehen.
Nürnberg in Magdeburg, Bielefeld gegen Münster
Nürnberg ist am Samstagabend beim 1. FC Magdeburg zu Gast (20.30 Uhr). Bielefeld empfängt am Sonntagmittag Preußen Münster (13.30 Uhr).