Margot Friedländer wurde 1921 in Berlin geboren. Sie stammte aus einer jüdischen Familie und wurde von den Nationalsozialisten in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt. Ihre Eltern und ihr Bruder wurden von den Nazis ermordet. Als letzte Nachricht vor ihrem Tod übermittelte Friedländers Mutter ihrer Tochter den Satz: „Versuche, dein Leben zu machen.“ Margot Friedländer lernte im KZ ihren zukünftigen Mann Adolf kennen, dessen gesamte Familie ermordet worden war. Das Paar überlebte und emigrierte nach der Befreiung 1945 nach New York.
Erst mit 88 Jahren, da war ihr Mann bereits gestorben, zog Margot Friedländer zurück nach Berlin. Sie erzählte ihre Geschichte als Zeitzeugin unter anderem in Schulen, bis zu dreimal pro Woche. Unter anderem dafür wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Das ZDF-Dokudrama „Ich bin! Margot Friedländer“ brachte ihr Leben 2023 einem größeren Publikum nahe [zdf.de]. Friedländers eindringlichster Appell war: „Seid Menschen.“ Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes hielt sie ihre letzte öffentliche Rede, zwei Tage später starb Margot Friedländer. Sie fand in einem Ehrengrab auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee ihre letzte Ruhe.