Chemnitz/Rochlitz – Eine Familie betrieb einen groß angelegten Onlinehandel mit Psycho-Drogen – jetzt wurden ein Mann (35), seine Mutter (59) und eine Schwiegertochter (50) vom Chemnitzer Landgericht verurteilt.

Die Urteile gegen die drei Angeklagten sind noch nicht rechtskräftig. © Haertelpress
Drogenfahnder aus Bayern waren der Drogensippe 2020 bei Testkäufen auf die Spur gekommen.
Bei einer Razzia im Dezember vor fünf Jahren in den Landkreisen Mittelsachsen und Leipzig hatten die Ermittler mehrere Kilogramm Psycho-Drogen, Liquid Ecstasy und Kokain gefunden – samt Verpackungsstrecke und Versand. Es folgten mehrere Festnahmen.
Nach einem langwierigen Prozess muss nun der Hauptangeklagte Derrick B. (35) wegen Drogenhandels für vier Jahre und zehn Monate in Haft. Ein bandenmäßiger Handel konnte ihm im Verfahren nicht nachgewiesen werden.
Gerichtsprozesse Chemnitz
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Auch Silvia B. (50) erhielt eine Gefängnisstrafe. Sie wurde zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die bisher nicht vorbestrafte Mutter Kathrin B. (59) kam mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 1000 Euro davon.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Außerdem muss sich ein weiterer Bruder der Familie in einem gesonderten Verfahren vor Gericht verantworten.
