Solingen. Es ist die erste Ausstellung von Dr. Katharina Günther, der neuen Kuratorin des Zentrums für verfolgte Künste, die am Donnerstag, 27. November, um 18 Uhr an der Wuppertaler Straße 160 eröffnet wird. Sie zeigt „Fantastische Körper“ des deutschen Malers Karl Kunz. Das Werk des Malers prägen surrealistische Körperdarstellungen, die die Figuren zerfließend, zerstückelt und neu zusammengesetzt zeigen.
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Mit Kunz stellt das Zentrum im ehemaligen Gräfrather Rathaus einen Künstler vor, den die Kuratorin und der Direktor des Zentrums, Dr. Jürgen Kaumkötter, als Mitglied der „verschollenen Generation“ bezeichnen.
Das ist damit gemeint: Kunz hatte bereits kurz nach der Machtübernahme der Nazis 1933 Malverbot und zog sich mit seiner Frau in Augsburg ins innere Exil zurück. Nach 1945 konnte er zwar schnell in renommierten Ausstellungen, unter anderem 1954 bei der Biennale in Venedig, ausstellen – doch er geriet in Vergessenheit, weil sein figürlicher Stil nicht in die angesagte Moderne der abstrakten Kunstformen passte.
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Das Zentrum für verfolgte Künste habe die Aufgabe, solche Biografien zu zeigen – und vor allem auch die Kunst. Dr. Katharina Günther hebt hervor, dass Karl Kunz ein „sehr guter, origineller“ Künstler sei.
Bilder aus dem Von der Heydt-Museum werden gezeigt
Im Solinger Zentrum sind Arbeiten aus dem Nachlass von Karl Kunz zu sehen, die dessen Nachkommen zur Verfügung gestellt haben. Außerdem sind Werke aus dem Eigentum des Wuppertaler Von der Heydt-Museums zu sehen.
Was die größtenteils surrealistischen Arbeiten auszeichnet, wie das Zentrum für verfolgte Künste und dessen Kuratorin die Bilder präsentieren und welche Botschaft sie ausstrahlen, darüber wird das Tageblatt noch ausführlich nach der Eröffnung berichten.
Termin: Karl Kunz, Zentrum für verfolgte Künste, Wuppertaler Straße 160, Laufzeit 27. November 2025 bis 8. Februar 2026. Vernissage: Donnerstag, 27. November, 18 Uhr, Meistermann-Saal des Museums.
ST