Auf Anfrage des rbb bescheinigt die Innenverwaltung dem LEA eine „hohe Effizienz bei der Bearbeitung“ von Einbürgerungsanträgen. Dass Verfahren teilweise trotzdem länger als drei Monate dauerten, liege zum einen an den etwa 40.000 Altanträgen, die das Amt im Januar 2024 von den Bezirken übernommen habe, zum anderen an sehr vielen neuen Anträgen.
Von Januar 2024 bis Oktober 2025 wurden fast 75.000 Neuanträge registriert. Laut Innenverwaltung hat das mehrere Gründe:
- Die Einbürgerung ist inzwischen früher möglich
- Mehrstaatlichkeit ist grundsätzlich erlaubt
- Politische Diskussionen über eine baldige Rückkehr syrischer Kriegsflüchtlinge verunsichern viele, sie wollen sich lieber absichern
Diese Entwicklung gebe es nicht nur Berlin, betont die Innenverwaltung. „Die erhebliche Steigerung von Einbürgerungsanträgen und Untätigkeitsklagen ist bundesweit festzustellen.“ Behördenkreise halten die gesetzliche Bearbeitungsfrist von drei Monaten für unrealistisch.