Das alles wurde am Ende 41 Prozent teurer, als geplant: 29 Millionen für die letzte Ruhestätte der 91 Toten. Die Corona-Pandemie erwischte das Projekt zum Baustart im März 2020, der Ukraine-Krieg trieb die Baupreise in die Höhe, und fehlende Pläne aus der DDR-Zeit machten die Arbeiten komplizierter als gedacht. Der Dom muss nun 9,3 Millionen Euro aus eigener Tasche beisteuern – ursprünglich waren es nur zehn Prozent der Kosten. Den Rest tragen der Bund und das Land Berlin.

Am letzten Februarwochenende 2026 soll die Gruft wieder öffnen. Der Zugang führt dann über die historische Treppe direkt von der Predigtkirche hinunter – so wie vor dem Zweiten Weltkrieg. „Wer aus der hellen, prächtigen Kirche hinabsteigt in die dunkle Grablege, wird einen Moment innehalten“, erklärte der Domprediger Michael Kösling vorab. Eine neue Ausstellung informiert über die Geschichte der Hohenzollern, Bestattungsrituale und darüber, was in den Särgen außer den Knochen noch so liegt. Die Särge selbst kehren nun in einer würdevollen Prozession zurück – ihr genauer Aufenthaltsort während der Bauarbeiten blieb bis zuletzt geheim.