Auf den künftig gut 16.000 Quadratmetern im Tierpark dagegen können die Elefanten als Familie zusammenleben. Das ist wichtig für sie, denn afrikanische Elefanten bleiben ihr ganzes Leben in Mutter-Tochter-Gruppen zusammen. Der Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem äußerte seine Freude über die Rückkehr.

Die Elefantenkuh Pori stammt ursprünglich aus Simbabwe, lebte aber viele Jahre im Tierpark Berlin, bevor sie 2020 für das damalige Neubau-Projekt des Elefantenhauses nach Halle geschickt wurde. Dort erlebte sie etwas Außergewöhnliches: Nach zwölf Jahren Trennung wurde sie wieder mit ihrer Tochter Tana zusammengebracht. Diese war 2001 im Tierpark Berlin geboren, aber im Alter von sieben Jahren nach Halle abgegeben worden. Ihre Mutter blieb in Berlin. Früher war es üblich, junge Elefantenkühe zur Zucht an andere Zoos abzugeben – ohne Rücksicht auf den Familienverband. Das entsprach der damaligen Haltungspraxis. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) koordinierte, welcher Zoo welche Tiere bekommt – oft wurden Familien dabei getrennt. Inzwischen ist das Ziel des EEP, Familien nicht mehr zu trennen.

Die Wiedervereinigung in Halle war international ein besonderes Ereignis – der Bergzoo Halle wurde daraufhin zum einzigen Zoo Deutschlands, in dem ausschließlich ein natürlicher Familienverband afrikanischer Elefanten lebte. Dort entstanden dann drei weitere Generationen: Tanas Töchter Tamika und Elani, sowie der Jüngste der Familie, Simon, der 2024 geboren wurde.