10 Jahre nach dem Kinostart von „Fast & Furious 7“ wurde jetzt detailliert das ursprüngliche Finale für den wohl besten Film der Reihe enthüllt. Interessant ist dabei, wie sehr die Planänderung auch eine neue Richtung bedeutete…

Universal Pictures
Mit „Welcome To The Family: The Explosive Story Behind Fast & Furious, The Blockbusters That Supercharged The World“ hat der Filmkritiker Barry Hertz gerade ein umfangreiches Buch zu „Fast & Furious“-Reihe veröffentlicht. Mit zahlreichen Blicken hinter die Kulissen liefert er zahlreiche Enthüllungen über die beliebte Auto-Action-Reihe. Dabei geht es auch um das Finale von „Fast & Furious 7“.
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Wie sicher aller Fans der High-Speed-Filme mit Vin Diesel wissen, markierte der Film einen tragischen Wendepunkt für das Franchise. Mitten während der Dreharbeiten verstarb Ende November 2013 Hauptdarsteller Paul Walker nach einem privaten Autounfall. Die Arbeiten am Film wurden unterbrochen und erst mehrere Monate später mit einem überarbeiteten Drehbuch wieder aufgenommen. Im April 2025 kam siebte Teil dann in die Kinos und war auch eine emotionale Verabschiedung des Stars.
Aus den nötigen Überarbeitungen resultierte auch ein neues Finale, in welcher Paul Walkers Brian O’Conner die übrige „Familie“ und damit das Franchise verlässt. Doch was sollte ursprünglich pausieren?
„Das Auge Gottes“ – es sollte eigentlich zerstört werden
In „Fast & Furious 7“ werden Dom, Brian und Co. bekanntlich von dem mysteriösen Mr. Nobody (Kurt Russell) angeheuert, um „das Auge Gottes“, ein hochintelligentes Ortungssystem, zu beschaffen. Natürlich gelingt ihnen das schließlich. Im uns bekannten Film übergeben sie Nobody das Auge und dürfen die Möglichkeit, damit jeden Menschen aufzuspüren, im Gegenzug einsetzen, um Jagd auf Bösewicht Deckard Shaw (Jason Statham) zu machen. Am Ende schnappen sie diesen und die Familie kommt glücklich in der Dominikanischen Republik zusammen.
Wie das Magazin ScreenRant aus Hertz‛ Buch zitiert, war der ursprüngliche Plan in sehr zentralen Punkten anders. Das Finale sollte eigentlich im Diner Neptune’s Net in Malibu spielen, wo Dom und Brian schon im allerersten Film der Reihe zusammensaßen. Hier entscheidet Dom, dass „das Auge Gottes“ ein viel zu wichtiges Werkzeug ist, um es der Regierung zu überlassen. Er zertrümmert es so mit seinem Stiefel und gemeinsam geht es auf ins nächste Abenteuer. Eine geplante Szene sollte dabei zeigen, wie ein Messer auf eine Karte geworfen wird, um das „Schicksal“ entscheiden zu lassen, wohin man reisen wird…
Das neue Ende für „Fast & Furious 7“ änderte auch die Richtung des kompletten Franchise
Das ist ein bemerkenswert anderer Plan im Vergleich zu dem, was wir im Kino gesehen haben. Wäre ohne Paul Walkers Tod „Fast & Furious 7“ so erschienen, wie es geplant war, hätte sich das weitere Franchise womöglich auch massiv von dem unterschieden, was wir jetzt kennen. Das sogenannte „Auge Gottes“ blieb schließlich nicht nur erhalten, sondern spielt sogar in den weiteren Teilen eine zentrale Rolle – vor allem in „Fast & Furious 8“ sowie zuletzt in „Fast & Furious 10“. Gerade seine Existenz machte das Franchise immer mehr zur globalen High-Tech-Agentenhatz, bei welcher Dom und Co. – wenn auch eher widerwillig und mit ihren eigenen Methoden – die Welt retten und dabei durchaus auch Erfüllungsgehilfen für eine mysteriöse Regierungsorganisation sind.
Das ursprüngliche Ende hätte sie viel mehr als Rebellen inszeniert, die sich nichts vom System vorschreiben lassen und diesem sogar aktiv entgegentreten. Hier wären Dom und Co. weiter die freiheitsliebende Straßencrew gewesen, die nicht will, dass missbrauchbare Überwachungs-High-Tech existiert und sich zudem vom Schicksal und nicht von einem Auftrag durch die Welt treiben lässt.
Gerade die Änderungen am wohl besten Film der Reihe „Fast & Furious 7“ hatten also ihren Anteil daran, dass das Franchise eine Richtung nahm, die heute viele Fans eher kritisch sehen. Der kommende „Fast & Furious 11“ soll sich davon wieder entfernen und zurück zu den Wurzeln kehren. Mittlerweile ist auch gesichert, dass der Film kommen wird. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:
„Fast & Furious 11“ ist gerettet – und jetzt soll es wohl ganz schnell gehen
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