Newsblog zum Ukraine-Krieg

Selenskyj deutet Spitzentreffen an – wo und mit wem ist unklar

Aktualisiert am 27.11.2025 – 21:12 UhrLesedauer: 32 Min.

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Wolodymyr Selenskyj und die ukrainischeFirst Lady Olena Selenska: Steht ein Treffen mit Trump an? (Quelle: IMAGO/Office of the President of Ukraine / Avalon/imago)

Selenskyj deutet ein Spitzentreffen an. Putin äußert sich zu einem Abkommen der USA und der Ukraine. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für kommende Woche ein Spitzentreffen in den Gesprächen über ein Ende des Krieges angedeutet. „Nächste Woche stehen nicht nur für unsere Delegation, sondern auch für mich wichtige Verhandlungen an, und wir bereiten einen soliden Boden für diese Verhandlungen vor“, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew.

Details nannte der ukrainische Staatschef nicht. Allerdings steht nach Verhandlungen der USA und der Ukraine über einen Friedensplan im Raum, dass Selenskyj ein weiteres Mal US-Präsident Donald Trump treffen könnte. Zuletzt signalisierten beide Seiten, dass es eine weitgehend gemeinsame Position gibt. Es gebe nur noch kleine Unterschiede, hieß es – wobei es sein kann, dass sich dahinter die zentrale Frage verbirgt, wie mit den russisch besetzten Gebieten der Ukraine umgegangen werden soll.

Der russische Staatschef Wladimir Putin hat Kritik an US-Unterhändler Steve Witkoff zurückgewiesen. „Er ist ein amerikanischer Bürger und verteidigt die Position seines Präsidenten und seines Landes“, sagte Putin am Donnerstag vor Journalisten.

Witkoff wurde nach der Veröffentlichung eines Mitschnitts eines Whatsapp-Telefonats mit Putins Unterhändler Juri Uschakow Distanzlosigkeit gegenüber Russland vorgehalten. In dem Gespräch ging es um die laufenden Verhandlungen für ein Ende des Krieges in der Ukraine. Witkoff hatte darin Ratschläge erteilt, wie man Trump umschmeicheln müsse.

Putin ließ offen, ob der Mitschnitt, in dem der US-Amerikaner seinem außenpolitischen Berater Uschakow Ratschläge für einen Anruf bei Trump erteilt, echt war oder nicht. Zur Kritik an Witkoff meinte der russische Staatschef, es wäre verwunderlich, wenn dieser erst am Telefon Uschakow mit Schimpfworten belegt und danach in Moskau versucht hätte, seine Verhandlungsposition zu verbessern. Putin sagte: „Wir führen diesen Dialog ohne Beschimpfungen und Anspucken, wie intelligente Menschen und jeder verteidigt seine Positionen.“

Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zufolge können die von den USA und der Ukraine diskutierten Grundzüge eines Friedensplans Basis für künftige Abkommen zur Beendigung des Konflikts sein. „Im Allgemeinen sind wir uns einig, dass dies die Grundlage für künftige Abkommen sein kann“, sagte Putin während seines Staatsbesuchs in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek. Er fügte hinzu, dass die von den USA und der Ukraine in Genf erörterte Variante des Plans an Russland weitergeleitet worden sei. Die USA berücksichtigten zwar Russlands Position, es müssten aber noch einige Dinge besprochen werden, so der Präsident. Er erklärte, dass eine amerikanische Delegation nächste Woche in Russland erwartet werde.