Hofmann ist die Masche mit den QR-Code-Stickern gut vertraut, zuerst wurde sie 2022 in Amsterdam registriert [spiegel.de]. „Ein Stück weit diente das durchaus dazu, die Behörden zu provozieren“, sagt er. „Aber über die QR-Codes lässt sich der Drogenverkauf auch relativ risikolos organisieren. Das ist ganz schwierig nachzuverfolgen.“

Die Server der Messenger-Dienste liegen oftmals im Ausland. „Nicht mit allen dieser Länder hat Deutschland ein Rechtsabkommen“, sagte ein Sprecher der Polizei Berlin auf Anfrage. Telegram, ebenfalls ein Messenger-Dienst, der oft von Kriminellen genutzt wird, hat seinen Sitz zum Beispiel in Dubai und auf der Karibikinsel Tortola. Deutsche Polizeibeamte können keine Amtshilfe von dortigen Behörden erwarten. Handele es sich um Prepaid-Nummern aus dem Ausland, könne ohnehin niemand ermittelt werden, so der Polizeisprecher.

Meta, der Whatsapp-Mutterkonzern, teilt mit, dass es rein technisch nicht möglich sei Inhalte von Chats weiterzureichen. „Als privater Messaging-Dienst haben wir keinen Zugriff auf die Inhalte der persönlichen Chats unserer Nutzer“, so die Presseabteilung auf rbb|24-Anfrage. Die Messenger-Dienste von Meta sind Ende-zu-Ende verschlüsselt. Das heißt, nur Sender und Empfänger können sie lesen. „Wir empfehlen unseren Nutzern, verdächtige Konten oder Aktivitäten direkt in der App zu melden, und reagieren umgehend auf berechtigte rechtliche Anfragen von Strafverfolgungsbehörden hinsichtlich der uns zur Verfügung stehenden begrenzten Informationen.“