
AUDIO: Golfkart-Ausflug beschädigt Eintracht-Rasen (1 Min)
Stand: 28.11.2025 16:52 Uhr
Eintracht Braunschweig ist Opfer von Vandalismus in seinem Stadion geworden. Gäste einer externen Veranstaltung schnappten sich einen Golfkart, kurvten über den Rasen und beschädigten ihn schwer. Die „Löwen“ sind sauer – haben aber vielleicht nun auch einen Vorteil im kommenden Heimspiel.
„Wenn wir hier nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt“, heißt es im Amateur-Fußball gerne mal. Nun ist der Rasen im Eintracht-Stadion allerdings schon vor dem Heimspiel der „Löwen“ gegen den 1. FC Kaiserslautern am Sonnabend (13 Uhr, im NDR Livecenter) reichlich ramponiert. Und die Gäste haben damit auch erwiesenermaßen nichts zu tun.

Der BTSV empfängt am Sonnabend in der 2. Liga Aufstiegsaspirant Kaiserslautern. Nach zuletzt vier Pleiten ist ein Erfolg im Abstiegskampf fast schon Pflicht.
Mit Golfkart auf der Laufbahn und dem Rasen unterwegs
Stattdessen hat der Stadionrasen schwer gelitten, weil sich drei Teilnehmer einer externen Veranstaltung im Business-Bereich unerlaubt Zutritt zum Innenraum verschafft hatten, wie der BTSV am Freitag mitteilte. Dort drehten die Eindringlinge dann mit einem Golfkart, das normalerweise rund um die Trainingseinheiten der Profimannschaft im Einsatz ist, ein paar unbeschwerte Runden auf der Laufbahn und über den Rasen.
„Aufgrund der frostigen Witterung war der Stadionrasen zum Zeitpunkt des Vorfalls besonders empfindlich, sodass die Fahrspuren eine Beschädigung verursacht haben.“
Aus einer Mitteilung der Eintracht
Der Sicherheitsdienst der Veranstaltung, die in der vergangenen Woche von der Braunschweiger Veranstaltungsstätten GmbH organiert worden war, sorgte schließlich dafür, dass das Treiben ein Ende fand.
Womöglich rechtliche Schritte gegen die Verursacher
Auch wenn die Braunschweiger Greenkeeper „umgehend entsprechende Maßnahmen“ eingeleitet und sogar einen „externen Rasenspezialist hinzugezogen“ hätten, sei die Spur des Golfcarts auf dem Rasen weiterhin sichtbar. Auch deshalb ging der Verein nun wohl an die Öffentlichkeit – und kam damit vielen Fragen zuvor, die es am Sonnabend sicher gegeben hätte.
Die Braunschweiger Veranstaltungsstätten GmbH stehe „mit dem Kunden im Austausch“, teilt die Eintracht weiter mit, „und behält sich strafrechtliche Schritte gegen die Verursacher vor“.
Wird Lauterns Angriffswirbel jäh gestoppt?
Womöglich hat der Vorfall für die „Löwen“ aber auch etwas Gutes. Zuletzt bekam schon Holstein Kiel zu spüren, zu was die „Roten Teufel“ aktuell spielerisch in der Lage sind. Mit 4:1 nahm Kaiserlautern die „Störche“ auf dem Betzenberg auseinander.
So eine Golfkart-Fahrspur könnte es deutlich schwieriger machen, Hurra-Fußball auf dem Platz zu zelebrieren. Vielmehr dürfte nun Kampf Trumpf sein. Und den muss das Braunschweiger Team von Trainer Heiner Backhaus im Kampf gegen den Abstieg ja ohnehin in die Waagschale werfen.

Die sonst so sichere Kieler Defensive kassierte in Kaiserslautern schon in der ersten Hälfte vier Gegentore. Später gab es noch Gelb-Rot für die KSV.

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