Die ARD hat erste Änderungen bekannt gegeben, die sich im Angebot aufgrund des Reformstaatsvertrags für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ergeben. Wegen der vorgesehenen Reduktion auf höchstens 53 Radiowellen bis 2027 werden mehrere Sender eingestellt, wie der Senderverbund mitteilte. Dazu zählen unter anderem mehrere Klassikprogramme sowie das Angebot Puls für junge Zuhörer, das der Bayerische Rundfunk (BR) verantwortet.
Wegfallen sollen laut der Ankündigung außerdem die
Radiosender BR24live, BR Verkehr, BR Schlager, MDR Klassik, MDR Tweens,
MDR
Schlagerwelt, NDR Schlager, NDR Blue, NDR Info Spezial, WDR Event und
WDR Die Maus. Junge Programme und Infoprogramme im Südwesten sollen noch enger kooperieren. Dazu sollen der HR, der SWR und der SR Konzepte erarbeiten. Wenn die Bundesländer diese Pläne unterstützten, werde man 2026 mit der Umsetzung beginnen, teilte die ARD mit.
Brandenburg hatte kürzlich als letztes der 16 Bundesländer der Rundfunkreform zugestimmt. Neben der Reduktion der Radiosender soll damit auch die Zahl der TV-Spartensender sinken. Außerdem werden die Etats für Übertragungsrechte an Sportevents gedeckelt.
ARD befürchtet geringere Reichweite für Textinhalte
Der Reformstaatsvertrag, der am 1. Dezember in Kraft tritt, macht zudem strengere Vorgaben zu Textinhalten, die online ausgespielt werden. Die ARD muss deshalb bis auf wenige Ausnahmen zuerst Audio- oder Videoformate veröffentlichen, bevor zu einem Thema ein Text auf tagesschau.de oder in der tagesschau-App veröffentlicht wird. Zusätzlich werde die Verlinkung auf Angebote privater Onlinemedien ausgebaut, hieß es.
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Zu den neuen Vorgaben zum Onlineangebot teilte die ARD mit, dass dadurch ein Verlust an Geschwindigkeit, geringere Sichtbarkeit in Suchmaschinen und eine geringere Reichweite zu befürchten seien. Es werde zudem schwieriger, jederzeit die angestrebte Vielfalt in Themen und Perspektiven zu erreichen. Ein verstärkter Fokus auf audiovisuelle Inhalte biete aber auch Chancen für mehr Tiefe und besondere Geschichten, heißt es.
Öffentlich-Rechtliche
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Jan Fleischhauer:
„Ich hab vor allem Feindpresse abonniert“
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Debatte um Julia Ruhs:
Ist das noch Journalismus oder schon Boxkampf?
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Öffentlich-rechtlicher Rundfunk:
Ein Programm zum Abschalten?